Jever „Die Bundesregierung bietet den Flüchtlingen Schutz – Religion ist Privatsache, es gilt das Grundgesetz. Das ist die Basis, auf die sich jeder einlassen muss, der zu uns kommt“, betonte Frieslands SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer am Montagabend im Schützenhof Jever. Und das war auch das Fazit der Podiumsdiskussion, bei der den knapp 100 Zuhörern nach einer zu langen Einleitung zu wenig Zeit zur Diskussion blieb.

Dr. Eva Högl, Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, nannte in ihrem Impulsreferat als Ziel der SPD: „Ja, wir schaffen das“, obwohl es nicht einfach sei, eine Million Menschen einzugliedern. „Deutschland ist ein starkes Land, weltoffen und reich, der Arbeitsmarkt ist stabil und wir brauchen die Einwanderung“, sagte sie.

Menschen zwangsweise in Massenlagern an der Grenze festzuhalten, werde die SPD nicht mittragen. Ziel müsse vielmehr sein, Asylverfahren zu beschleunigen. Landrat Sven Ambrosy sprach sich dafür aus, das Ausländerrecht zu „entkomplizieren“. „Weil Flüchtlinge für lange Zeit oder für immer bei uns bleiben, setzen wir auf nachhaltige Integration“, betonte er. „Darum bezeichnen wir diese Menschen nicht mehr als Flüchtlinge, sondern als Gäste“, so Ambrosy.

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„Schlaft, esst, kommt erst einmal zur Ruhe“ lautet die Devise bei der Ankunft der Flüchtlinge in Jever.

Der Vorsitzende des Vereins der Integrationslotsen, Gerd Weber, warb um weitere Ehrenamtliche, um Flüchtlingen bei der Bewältigung des Alltags zu helfen. Ziel sei, für jede Flüchtlingsfamilie einen Integrationslotsen zu haben.

Sprachbarrieren, Analphabetentum und die Sorge um die Entstehung von Parallelgesellschaften trugen einige Diskussionsteilnehmer vor. Es gebe kein Recht auf Privilegien wie die derzeit in Niedersachsen zur Diskussion stehenden Gebetsräume für Muslime, mahnte ein Zuhörer. Bildung für die Migranten sei der Schlüssel zur Integration, und dazu gehöre auch die deutsche Sprache, wurde eingefordert. Gedanken machte man sich auch darüber, was die Flüchtlinge ins nasskalte Deutschland treibt statt in die warmen und reichen Nachbarländer Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate oder Oman.

Der Kampf der Religionen, Clans und Gruppierungen in Nahost seien die Wurzel allen Übels, die es zu behandeln gelte, sagte Karin Evers-Meyer. Der Syrien-Einsatz sei der einzige Weg, alle Nationen in Wien an den Verhandlungstisch zu bringen. Sie bezeichnete die Türkei als einen problematischen Partner, ohne den es jedoch nicht geht.“ Um eine Befriedung zu erreichen, sind diplomatische Drahtseilakte erforderlich“, sagte Evers-Meyer.

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