Hooksiel Wangerlands Wahlberechtigte haben per Bürgerentscheid entschieden: Das Gästehaus Hooksiel wird nicht verkauft, sondern soll als Einrichtung bestehen bleiben. „Das respektieren wir“, sagt Alice Brandenburg-Bienek, Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat. Die CDU stand mit ihren Partnern FDP, UWW und Grüne für den Verkauf des Gästehauses.

Das sagt die CDU

Brandenburg-Bienek spricht der Bürgerinitiative Anerkennung für ihr Engagement aus. „Ich hoffe nun auf dasselbe Engagement, wenn es darum geht, tragfähige Konzepte für den Erhalt und die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes zu entwickeln.“ Das Fazit der CDU aus dem Wahlergebnis: Die Wangerländer haben Bedenken gegenüber der Entwicklung des „Massentourismus“ .

„Sie wünschen sich eine behutsamere Entwicklung des Tourismus und den Erhalt der dörflichen Strukturen. Hier ist die Politik gefordert, in Zukunft die Bürger in Entscheidungsprozesse einzubinden, wenn es möglich ist. Das darf aber nicht zu Stillstand, sondern muss zu Lösungen führen, die beides möglich machen: Entwicklung des Tourismus und Erhalt der dörflichen Strukturen“, betont Brandenburg-Bienek.

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Sicht der SPD

Mario Szlezak, Vorsitzender der SPD-Fraktion ist froh über den Ausgang des Bürgerentscheids – vor allem auch über die Wahlbeteiligung von knapp 47 Prozent. „Nun liegt es an uns, zu überlegen, wie das Gästehaus wiederbelebt werden kann. Wir brauchen einen Plan, um es wirtschaftlich zu betreiben“, so Szlezak.

Die SPD plant kurzfristig mit Hooksieler Vereinen, Bürgern und der BI Gespräche über die Zukunft des Gästehauses und vor allem als Ideensammlung.

„Ob das Gästehaus Gästehaus bleiben muss, muss ebenfalls überdacht werden. Es könnte ja auch ein Bürgerhaus oder Mehrgenerationenhaus werden“, so Szlezak.

... und die Grünen

„Ich kann mit dem Ergebnis leben“, sagt Grünen-Fraktionschef Reiner Tammen. „Nun ist notwendig, dass das Gebäude irgendwie vernünftig genutzt wird. Ein weiter so kann es nicht geben – dafür ist der Unterhalt des Gebäudes zu teuer“, betont er.

Die Mehrheitsgruppe im Rat müsse sich nun ganz schnell an den Tisch mit Bürgerinitiative, WTG und Gemeinde setzen, um Konzepte zu entwickeln. „Und die Bürgerinnen und Bürger, die für den Erhalt gestimmt haben, sollen sich ebenfalls äußern, was sie sich fürs Gästehaus vorstellen.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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