Jever Am Mittwoch, 9. November, jährt sich zum 78. Mal der Tag, an dem in Deutschland jüdische Gotteshäuser und Geschäfte zerstört wurden. In Jever wurde die Synagoge angezündet, die Männer der jüdischen Familien wurden am nächsten Tag verhaftet und ins Konzentrationslager gebracht. Diese Ereignisse waren erste Höhepunkte der Verfolgung von Minderheiten in Deutschland, die mit dem Mord an osteuropäischen Juden durch Wehrmacht und SS fortgesetzt wurde und schließlich in der weitgehenden Vernichtung jüdischen Lebens auf dem ganzen Kontinent gipfelte.

Seit 1978 versammeln sich in Jever immer an diesem Tag Bürger aller Konfessionen, um zu bezeugen, dass sie Fremdenhass und religiöse Überheblichkeit ablehnen. Im Bewusstsein der inneren Zusammenhänge zwischen den Ereignissen der NS-Zeit und aktuellen Bürgerprotesten in vielen Städten Deutschlands legen Vertreter von Politik und Kirchengemeinden zur Erinnerung und Mahnung an diesem Tag um 17 Uhr einen Kranz an der Gedenktafel vor dem Haus Große Wasserpfortstraße 19 nieder, nachdem das gemeinsame Geläut der Glocken der Stadtkirche und der St. Marienkirche verklungen ist. In diesem Jahr hält Pastorin Katrin Jansen die Gedenkansprache. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit lädt alle Bürger zu der Feier ein.

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