UPJEVER UPJEVER - Auflösungserscheinungen beim Jagdbombergeschwader 38 „Friesland“: Nur noch sieben von vormals rund 20 Tornados sind dem Verband geblieben. Doch auch diese Jets machen in wenigen Tagen den Abflug und werden nach Büchel, nach Nörvenich, Lechfeld und Schleswig verlegt.

Zwei Jahre nach der Entscheidung des Verteidigungsministers, das Jagdbombergeschwader 38 in Upjever aufzulösen, sitzen die Soldaten und die noch verbliebenen zivilen Mitarbeiter auf gepackten Koffern: Am Dienstag, 31. Mai, wird der Flugbetrieb eingestellt, bis Ende Dezember soll das Geschwader endgültig aufgelöst sein. „Viele Soldaten sind schon versetzt, wir sind nur noch mit einem Minimum da“, sagte gestern der Kommodore des Geschwaders, Oberst Axel Pohlmann, bei einem Informationsbesuch der Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden verteidigungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Karin Evers-Meyer. Einen richtigen Schlag werde es am 1. Juni geben, so der Oberst: Dann werde nur noch soviel Personal vor Ort sein, um den reduzierten Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.

Mit dem Abschied vom Geschwader geht eine Ära auf dem Fliegerhorst Upjever zu Ende, doch der Standort wird fortbestehen. Zwar wird der Flugbetrieb deutlich reduziert – aber keineswegs eingestellt – und für andere Verbände werden auch Aufgaben aufrechterhalten. Nach heutiger Planung werde der Militärflugplatz auch nach 2012 weitergenutzt, erklärte Evers-Meyer. So bleibt die Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21 in Upjever und hat – zunächst befristet bis Mitte 2008 – den Zusatzauftrag der „Hochwertteilgewinnung Tornado“ übernommen. Dafür wurden 90 zusätzliche Dienstposten geschaffen und überwiegend mit zivilen Bediensteten des JaboG 38 besetzt.

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Zudem werden die auf dem Flugplatz stationierten Teile des Objektschutzbataillons mit zurzeit rund 280 Dienstposten mit Aufstellung des Objektschutzregiments auf 800 Posten anwachsen und wird eine Fliegerhorststaffel mit etwa 260 Dienstposten und die umstrukturierte Sanitätsstaffel mit 20 Posten neu aufgestellt.

Alles in allem sei die Region noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, stellten Evers-Meyer wie auch Landrat Sven Ambrosy und die stellvertretenden Bürgermeister aus Jever und Schortens, Bolko Schroeder und Heide Bastrop, fest.

Pohlmann unterstrich, dass weit mehr Menschen in der Region blieben, als der Verlust an Dienstposten befürchten lasse. 80 Prozent der Versetzungen liefen ohne Umzugskostenbeteiligung – das bedeute, die Menschen zögen nicht fort von hier. Am Standort würden künftig etwa 1560 Menschen bleiben. Das sind rund 1000 weniger als zu besten Zeiten in Upjever.

Gute Nachrichten hatte auch Wolfgang Goldmann, Personalratsvorsitzender des Geschwaders, mitgebracht: Von den 430 zivilen Mitarbeitern müssten nur noch 15 untergebracht werden. Alle anderen hätten in Wilhelmshaven, Wittmund oder Aurich neue Stellen gefunden oder würden in Upjever gebraucht.

Von 430 zivilen Bediensteten müssen noch 15 untergebracht werden

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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