FRIESLAND /SCHORTENS Gestern feierte der Kommunalpolitiker seinen 70. Geburtstag. Weggefährten würdigten das jahrzehntelange Wirken des Kreistagsabgeordneten und Ratsherrn.

Von Oliver Braun FRIESLAND/SCHORTENS - Die Metapher drängt sich auf, wenn einer in Schlawin geboren wurde: Herbert Lahl, seit fünf Wahlperioden ununterbrochen im friesländischen Kreistag und seit fast 30 Jahren Schortenser Ratsherr, ist Kommunalpolitiker durch und durch. Ein geschickter Verhandler, ein dickköpfiger Überzeugungstäter, ein Schlawiner im sympathischsten Wortsinn. Und einer, der jetzt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland tragen darf.

Gestern hat Landrat Sven Ambrosy die besondere Auszeichnung Herbert Lahl im Namen des Bundespräsidenten ans Revers heften dürfen. Ein wohlgewählter Zeitpunkt: Der CDU-Mann und Altbürgermeister Lahl feierte gestern seinen 70. Geburtstag.

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In seiner Laudatio würdigte Ambrosy Lahls jahrzehntelanges ehrenamtliches kommunalpolitisches Wirken. In ungezählten Ämtern, Funktionen und Ausschüssen hat Lahl mitgewirkt und tut es auch noch heute: Zweckverband Ems-Dollart Region, Städte- und Gemeindebund, Gründerzentrum – kaum möglich, lückenlos aufzulisten, wo Lahl überall mitgestaltet.

Als „einen Mann wie eine Eiche“ bezeichnete Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling seinen Amtsvorgänger: „Er ist knorrig und nur schwer von einer anderen Meinung zu überzeugen.“ Böhling erinnert an Lahls Verdienste um Schortens: Er hat die Gemeinde seit den 70-er Jahren entscheidend mitgestaltet und Schortens zu einer Vorzeige-Kommune gemacht. Er habe auch die Verleihung der Stadtrechte und die Partnerschaft mit Peterswaldau auf den Weg gebracht.

„Ich habe es Euch nicht immer leicht gemacht“, räumte Lahl ein und sah die Auszeichnung als Ehrung für das Ehrenamt an. Sein Dank galt vor allem seiner Frau Ingrid, die jahrzehntelang familiäre Belange zurückstellen musste. „Wir haben manchen Streit nicht ausfechten können, weil ich nicht da war.“

Jetzt will Lahl kürzer treten, sich mehr um die Familie kümmern und mehr Zeit mit seinen Enkelkindern Felix und Johanna verbringen. Bei den Kommunalwahlen werde er nicht mehr für den Schortenser Rat kandidieren.

Wichtige Stationen des Kommunalpolitikers Herbert Lahl

Der in Schlawin in Pommern geborene Lahl kam 1947 im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach Schortens. Lahl ist gelernter Maurermeister, war später als nautischer Bauaufseher beim Wasser- und Schiffahrtsamt beschäftigt und bis zu seiner Pensionierung 1997 für den Inselschutz von Wangerooge und Minsener Oog zuständig. Auf Wangerooge lernte Lahl in den 50-er Jahren seine spätere Frau Ingrid kennen.

Seit 1972 mischt Herbert Lahl in der Kommunalpolitik mit, ist seit 1976 im Schortenser Rat und gehört seit 1977 dem Kreistag an. Er war zwölf Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender, von 1996 bis 2004 Bürgermeister in Schortens und ist heute Ratsvorsitzender.

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