JEVER Es war endgültig sein letzter Tag als Vorsitzender des Angelvereins Jever: Nach 24 Jahren gab Heino van Freeden am Sonntag sein Amt aus Altersgründen an seinen Nachfolger Alfred de Vries aus Sande ab (die NWZ berichtete). Mit den Worten „Man sieht sich . . .“ beendete er seine letzte Rede vor den Anglern.

Neben diesem Tagesordnungspunkt traten alle anderen Punkte in den Hintergrund. Kaum jemand im Verein kann sich an eine Zeit erinnern, in der Heino van Freeden nicht die Geschicke des Vereins mitbestimmt hat. Mitglied ist er seit 57 Jahren. Über die Stationen Jugendwart und Gewässerwart sammelte er genug Erfahrung, um vor 24 Jahren zum Vorsitzenden gewählt zu werden.

Während seiner langen Amtszeit hat sich der Verein grundlegend gewandelt und ist mit ca. 1400 Mitgliedern zu einem der größten Vereine der Region geworden. Der Ankauf der Seen in Moorwarfen und Moorhausen und die Anpachtung großer Gewässerstrecken im Wangerland sind die Grundlage für die Entwicklung des Vereins, die van Freeden mitgeprägt hat. Die lebendige Partnerschaft zum Anglerverein Zerbst im Rahmen der Städtepartnerschaft und der Bau eines Gerätehauses an der Huntsteertscheune in Schortens sind nur einige der aktuellen Entwicklungen, an denen er beteiligt war.

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Auch sehr Unangenehmes hatte er zu bewältigen: In den 90er Jahren hatte der Verein wegen einer Salzwassereinleitung in seine Gewässer einen komplizierten Prozess zu führen, der für alle Beteiligten über Jahre an der Substanz zehrte.

Für seine Verdienste um den Verein zeichnete ihn der Vorsitzende des Landesverbands Weser-Ems, Bernhard Pieper, mit der Ehrennadel des Bundessportfischverbands aus. Die Versammlung beschloss, Heino van Freeden zum ersten Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Schwierig gestaltete sich zunächst die Suche nach einem Nachfolger. Schließlich erklärte sich der Sander Alfred de Vries bereit, für den Vorsitz zu kandidieren. Da er nicht dem Vorstand des Angelvereins angehörte, nahm er als Gast an den Sitzungen teil und wurde von Heino van Freeden in die Geschäfte eingewiesen.

Der ehemalige technische Angestellte Alfred de Vries ist langjähriges aktives Mitglied des Vereins. Mit seiner Wahl übernimmt der 66-Jährige mit dem Problem des verschmutzten Moorwarfer See gleich eine schwierige Situation.

Zu dem Problem der Farbeinleitung in den Moorwarfer See (die NWZ berichtete) gab Gewässerwart Frank Coordes erste Ergebnisse bekannt. Die untersuchten Wasserproben liegen bezüglich Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber und Zink unterhalb der Grenzwerte, die die Trinkwasserverordnung vorschreibt. Lediglich der Gehalt an Nickel liegt oberhalb des Grenzwerts, bleibt aber in den Grenzen der von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Werte.

Die Sperrung des Sees bleibt bis auf weiteres bestehen. Da bisher bei Tauchgängen wegen schlechter Sicht unter Wasser nichts gefunden werden konnte, müssen weitere Tauchgänge durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass nicht doch Behälter auf dem Grund liegen.

Die Polizei ermittelt weiterhin und der Angelverein appelliert an jeden, Versuche illegaler Abfallentsorgung umgehend den Behörden zu melden.

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