Varel Es sind Erinnerungen, die bleiben. Den Fall der Mauer erlebte Wolfgang Busch aus Varel am 9. November 1989 vor dem Fernseher. „Ich kam gerade vom Sport und habe die Nachricht während der Autofahrt im Radio gehört“, erzählt Varels ehemaliger Bürgermeister im Gespräch mit der NWZ. Die ganze Nacht hätten seine Frau und er gebannt vor dem Fernseher gesessen und die Bilder verfolgt, die den Beginn der deutschen Einheit einläuteten. Knapp ein Jahr später gab es die Deutsche Demokratische Republik (DDR) nicht mehr. An diesem Sonnabend, 3. Oktober, feiern wir zum 25. Mal den Tag der deutschen Einheit.

Wie viele andere Städte habe auch die Stadt Varel nach der Wiedervereinigung eine Patenschaft in der ehemaligen DDR übernehmen wollen, erinnert sich Wolfgang Busch. Schließlich sei die Wahl auf die Stadt Barth in Mecklenburg-Vorpommern gefallen. Im Februar 1990 reiste eine Delegation aus Barth zum gegenseitigen Kennenlernen nach Varel. Wolfgang Busch war zu dieser Zeit Personalchef und Hauptamtsleiter. Wenige Wochen später folgte der Gegenbesuch. Noch im selben Jahr wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen beiden Städten geschlossen.

Wesentliche Inhalte waren die Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zu Vereinen, Verbänden und Organisationen, aber auch die Beratung bei der Organisation der Stadtgemeinde Barth und ihrer Einrichtungen sowie die Übernahme einer Patenschaft für das Alten- und Pflegeheim in Barth.

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Gemeinsam mit Friedhelm Michaelis, Leiter des Altenheimes der Geschwister-Anna-und Diederich-Bremer-Stiftung in Langendamm, sei er mit dem Bulli in Richtung Barth gefahren und habe Gegenstände, die im Altenheim Langendamm nicht mehr benötigt wurden, mitgenommen, berichtet Wolfgang Busch. Bei ihrem Besuch in der Einrichtung hätten sie deutlichen Verbesserungsbedarf festgesellt. Besonders an Kücheneinrichtung habe es gemangelt. Auch den späteren Umbau des Altenheims hätte die Stadt mitbegleitet. „Wir haben den Kontakt intensiv gepflegt“, freut sich Wolfgang Busch. Es entstanden auch private Freundschaften.

Die Varelerin Helma Hauptfleisch kann sich auch noch gut an die Zeit der Wiedervereinigung erinnern. Sie war damals 25 Jahre alt und arbeitete als Arbeitsvermittlerin im Arbeitsamt Wilhelmshaven. Im Januar 1993 reiste sie mit dem Auto nach Wernigerode im Harz, um den Aufbau und die Neustrukturierung des dortigen Arbeitsamtes zu unterstützen. „Das Arbeitsamt war in einer alten Villa untergebracht“, erinnert sich Helma Hauptfleisch. Drei Monate verbrachte sie in der ehemaligen DDR.

Den Schwerpunkt bildeten Schulungen im Bereich der Datenvermittlung und der Arbeit am Computer, sagt die Varelerin. Es sei eine spannende und interessante Zeit gewesen, in der sie nicht nur eine neue Umgebung kennengelernt, sondern auch viele Kontakte geknüpft habe, meint Helma Hauptfleisch. „Es war eine sehr nette und tolle Truppe.“

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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