Jever Die Integration von Flüchtlingen wird die Stadt Jever und die zahlreichen Ehrenamtlichen auch 2016 beschäftigen. Wie Bürgermeister Jan Edo Albers betonte, sollen die 2015 geschaffenen Strukturen mit dem Verein der Integrationslotsen und der Schulleiterrunde der jeverschen Grund- und weiterführenden Schulen sowie dem Bündnis aller Kirchen zur Abstimmung des Vorgehens und zur Gewinnung weiterer Unterstützer genutzt werden.

Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk als Träger von Kindergärten und den Grundschulen sollen zudem die Flüchtlingskinder so auf die Kindergartengruppen und Klassen verteilt werden, dass die Kinder bestmöglich Deutsch lernen können. „Denn Sprache ist das A und O der Integration“, betonte Albers.

Er dankte allen ehren- und hauptamtlichen Helfern, die „ihre Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben“. Auch Landrat Sven Ambrosy dankte in seiner Rede allen Helfern. 1038 Flüchtlinge – Ambrosy spricht von Gästen, weil sie bei Ankunft in Deutschland keine Flüchtlinge mehr seien – hat Friesland bis Jahresende 2015 aufgenommen. „Das ist eine riesige Kraftanstrengung. Die Solidargemeinschaft, die die Städte und Gemeinden leben, erfüllt mich mit Dankbarkeit“, betonte er.

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Nun gelte es, die Integration aller, die bleiben dürfen, voranzutreiben. Nicht vergessen werden dürften dabei die Probleme – „damit die Akzeptanz nicht schwindet“. „Ja, den Umgang mit Frauen haben viele junge Männer, die hierherkommen, nicht gelernt“, sagte Ambrosy mit Blick auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln. Der Landkreis Friesland werde dieses Thema in seine Integrationskurse aufnehmen: „Wir haben einen Kanon, den es einzuhalten gilt – das müssen wir vermitteln“, sagte er.

Zudem betonte Ambrosy, dass der Landkreis und seine Städte und Gemeinden niemanden vergessen, der ebenfalls Hilfe braucht: „Wir werden zugunsten der Flüchtlinge keine Investitionen kürzen oder streichen. Wir werden allen Hilfsbedürftigen helfen.“

Als besonders gelungenes Beispiel von Flüchtlingshilfe hatte Bürgermeister Albers Maja und Tessa Roos, Hanna-Maria Paul und Felicia Riethmüller eingeladen: Die 17- und 18-jährigen Schülerinnen des Mariengymnasiums geben jungen Flüchtlingen Deutschunterricht und besuchen eine syrische Familie. „Wir glauben, dass Integration gelingen kann, wenn wir uns von Offenheit und Mitmenschlichkeit leiten lassen und uns bemühen, den Flüchtlingen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen“, betonten die Mädchen.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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