VAREL Der Famila-Markt auf der Schützenwiese kann erweitert werden. Mit dem Satzungsbeschluss ebnete der Rat am Donnerstag der Bünting-Gruppe die Möglichkeit für eine Modernisierung des Marktes (die NWZ  berichtete). Zahlreiche Zuhörer hatten die Debatte dazu verfolgt, die zwar die längste des Abends war, aber längst nicht den größten Teil des Abends ausmachte. In der Einwohner-Fragestunde hatte sich im Gegensatz zu vorherigen Sitzungen niemand zum Thema Famila gemeldet. Eine halbe Stunde lang stand der Bebauungsplan noch einmal im Mittelpunkt, wobei davon 25 Minuten auf die Debatte um eine Vertagung des Punktes entfielen. Das hatte die Fraktion der Menschenmüll-Wähleraktion beantragt, fand aber außer mit Alfred Müller und Erich Hillebrand (beide SPD) dazu keine Mitstreiter.

„Ich kann das nicht so recht nachvollziehen“, sagte Planungsausschuss-Vorsitzender Jürgen Rathkamp (CDU) zu dem Vorwurf von MMW-Fraktionschef Iko Chmielewski, die Einwendungen der Bürger und Interessenverbände seien nicht ausreichend abgewogen worden. Chmielewski hatte die Zahl der Einwendungen eingangs mit 104 beziffert, tatsächlich waren es – teils gleichlautende – Einwendungen auf 104 Seiten, wie SDV-Ratsherr Rudi Böcker ihn zurechtwies. „Er tut so, als wenn wir da überfallen werden“, empörte sich Böcker, dem Chmielewski vorhielt: „Du bist der beste Beweis, dass Du es nicht erstanden hast.“ Das wiederum ließ Walter Langer (Grüne) nicht unkommentiert: „Subversive Beleidigungen von Kollegen sollten wir unterlassen.“ Jürgen Bruns (SPD), Hergen Eilers (CDU), Christoph Hinz für die Grünen und Ilonka Etzold (FDP) hatten bekräftigt, dass ihrer Auffassung nach die Entscheidung über die Schützenwiese fallen kann. Zunächst wurde der MMW-Vertagungs-Antrag abgelehnt (28:5), dann wurde über den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan abgestimmt.

Um 19.21 Uhr war die Entscheidung gefallen. Der Bebauungsplan Schützenwiese wurde mit großer Mehrheit – und unter großem Applaus der anwesenden Famila-Mitarbeiter und Vertreter von Bünting – verabschiedet (28 dafür, drei dagegen, zwei Enthaltungen). Einzig die drei anwesenden Vertreter der MMW-Fraktion stimmten gegen den Plan, Erich Hillebrand und Alfred Müller enthielten sich. Vier Ratsmitglieder waren bei der letzten Sitzung nicht anwesend.

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