Tourismus In Dangast
Hier wird Campen schöner – und teurer

Der städtische Campingplatz soll bis 2022 zu einem Vier-Sterne-Areal umgebaut werden, das Budget beträgt mehrere Millionen Euro. Für die Camper hat das Vorhaben nicht nur positive Auswirkungen.

Bild: Christian J. Ahlers
Auf dieser Luftaufnahme ist deutlich zu sehen: Zur ersten Reihe direkt am Wasser gibt es keine Durchgänge. Vor allem in diesem Bereich soll modernisiert werden.Bild: Christian J. Ahlers
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Dangast Der Zustand der Wege auf dem städtischen Campingplatz treibt einigen Gästen die Zornesröte ins Gesicht. „Wenn es länger regnet, stehen die Wege unter Wasser“, sagt Karl Stagelow. Er kommt schon seit Jahrzehnten nach Dangast an den Jadebusen. „Lange wurde da nichts dran gemacht, obwohl wir immer wieder darauf hingewiesen haben.“ „Und die Beleuchtung fehlt“, ergänzt Jürgen Hase. Beim Toilettengang im Dunkeln sei es sogar schon zu Stürzen gekommen. „Das geht doch nicht“, sagt er und forderte zumindest eine provisorische Beleuchtung. „Zum Beispiel mit Solarlampen“, sagt Hase.

„Es besteht erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsstau“, ist sich Kurdirektor Johann Taddigs bewusst. Er gibt zu: „Wir sind mit drei Sternen zertifiziert, bieten aber eigentlich nur Zwei-Sterne-Niveau.“ Das gelte vor allem für die Sanitärbereiche, die Wege und die Campinganmeldung.

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Doch damit soll bald Schluss sein. Der städtische Campingplatz soll bis 2022 zu einem Vier-Sterne-Areal umgebaut werden. Die Kosten: knapp vier Millionen Euro. So soll er für Dauergäste sowie vor allem für Kurzurlauber attraktiver werden – und natürlich höhere Erlöse erzielen.

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Denn: Besonders in der ersten Reihe direkt im Wasser werden die Preise sehr deutlich höher sein als jetzt“, kündigte Taddigs am Donnerstagabend während der Sitzung des Betriebsausschusses Kurverwaltung des Nordseebads Dangast an. Gleichwohl sieht die Kalkulation vor, „dass wir für jedes Camper-Portemonnaie ein Angebot haben werden“, so der Kurdirektor.

Den Politikern möchte Taddigs die Kalkulation – diese sieht auf den Premium-Plätzen in erster Reihe eine Preissteigerung für Dauercamper von bis 60 Prozent vor – in den kommenden Wochen in den Ratsfraktionen vorstellen und diskutieren, um damit den Entscheidungsprozess anzustoßen. Ziel sei es, bis zur nächsten öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses am 29. November eine Beschlussvorlage zu erarbeiten. „Wenn alles optimal läuft, kann im Herbst 2019 mit dem Umbau begonnen werden“, sagte Taddigs über den Zeitplan.

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