Cleverns Miteinander und Zusammenhalt – „das ist das wichtigste. Und in Cleverns klappt das super“: Cleverns’ Dorfgemeinschaftsvorsitzende Gunda Burmann hat beim Stelldichein zum neuen Jahr auf ein spannendes Jahr mit vielen Veranstaltungen zurückgeblickt. Und 2020 wird nicht minder spannend, kündigte sie im gut gefüllten Dorftreff an: Denn dann beginnt der Umbau des Dorftreffs – nach mehreren Gesprächen mit dem Architekten soll es im Frühjahr losgehen.

Neue Ideen

Osterfeuer – diesmal unter Beteiligung der Jugendwehr –, Dorftreffabende, Sockenball und Oktoberfest sowie Glühweinabend soll es auch in diesem Jahr geben, „je nach Baufortschritt finden wir sicher auch andere Räume“, sagte Burmann. Und erstmals will die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr auch ein Bürgerfrühstück organisieren, kündigte sie an.

Udo Albers (links) und Bernd Eggers: Ein Missverständnis klärten sie sofort. BILD: M. Hanz
Ude Albers (links) und Bernd Eggers: Ein Missverständnis klärten sie sofort. BILD: M. Hanz

Das berichten die Clevernser Vereine und Gäste

Dorfbürgerverein Sandelermöns: 2019 wurde der Verein zehn Jahre alt, berichtete Geschäftsführer Udo Albers. Für dieses Jahr ist vom 13. bis 27. März eine große Ausstellung mit Bildern von Arthur Eden/Sillenstede im Dörphus geplant. Am 9. Mai steigt dort eine FFN-Party – „wir wollen sie so gestalten, dass darüber noch jahrelang geredet wird“. Vom 12. bis 14. Juni wird 11. Dorffest gefeiert.

KBV „Kumm herut“: Vorsitzender Thomas Weihrauch erinnerte an das erste Dorfboßeln, das wider Erwarten mit zehn Teams ein Riesen-Erfolg war. Um den Friesensport zu erhalten, hat der Verein bei den Frauen eine Spielgemeinschaft mit Sandelermöns gegründet – „ein guter Weg“, sagte er. Und er berichtete über den zehn Jahre alten Hennes Lüken, der mit 100 Metern Vorsprung Oldenburgischer Landesmeister geworden ist. Sein Appell: „Runter vom Sofa, rauf auf die Straße: Boßeln ist ein schöner Sport, den jeder machen kann.“

SG Cleverns-Sandel: „Runter vom Sofa“ gilt auch für die Angebote der Sportgemeinschaft: „Denn wie erhält man seine Gesundheit? Durch Bewegung – und wir haben das passende Angebot für jedes Alter“, sagte SG-Vorsitzender Heinz Park.

Landfrauen: „Läuft“, sagte Lina Traenapp: Die Landfrauen Cleverns verzeichnen steigende Mitgliedszahlen. Und für die Theaterfahrt nach Pfalzdorf im März gibt es noch freie Plätze.

Kirchengemeinde: Pastorin Katrin Jansen wird in 14 Tagen nach bereits fünf Jahren als Pastorin in Cleverns auch offiziell ins Amt eingeführt. Sie berichtete, dass sich zurzeit in der Gemeinde ein Generationswechsel vollzieht.

Bürgerverein Jever: Hanspeter Waculik spendierte eine Sitzbank für Cleverns: Sie wird am Friesenwall aufgestellt.

Eine weitere Neuerung: Das Dorffest, das 2019 wieder als großes Zeltfest zwei Tage lang gefeiert worden war, soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Und in den Jahren dazwischen wird es ein Apfelfest im Apfelgarten geben. „Wir sind immer offen für neue Ideen, aber auch für helfende Hände“, betonte Gunda Burmann. In den fünf Jahren seit Gründung der Dorfgemeinschaft als eingetragener Verein habe sich das Motto „minimaler Aufwand, maximaler Erfolg“ gut bewährt.

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Bürgermeister Jan Edo Albers staunte: „Kompliment, was Ihr im Dorf stemmt und immer neu anpackt – und das, wo so viel in Bewegung ist mit dem Dorftreff.“ Genau das mache das Leben in Cleverns wohl aus, sagte er. Und er würdigte, dass die Dorfgemeinschaften Cleverns, Moorwarfen und Sandelermöns intensiv in Kontakt stehen – „das ist ganz wichtig, weil die Außenbereiche wichtig sind für die Lebensqualität Jevers. Es geht darum, sie gemeinsam zu gestalten.“

Zur Entwicklung des Stadtsüdens hat der Stadtrat einiges auf den Weg gebracht:  Planung des Radweg-Lückenschlusses an der L 813: die Stadt führt Gespräche mit dem Landkreis und hofft, den Radweg auf der Prioritätenliste des Landes oben platzieren zu können. Udo Albers vom Dorfbürgerverein Sandelermöns überreichte Albers zur Verstärkung des Anliegens 1989 Unterschriften. „Die haben wir in zweieinhalb Monaten zusammengehabt“, sagte er. Zugleich wies er darauf hin, dass der Radweg auf dem alten „Friesischen Heerweg“ verläuft und deshalb auch historisch bedeutsam sei.  Zusätzlich zu den Mitteln für den Umbau des Dorftreffs stellt die Stadt Geld für die Gestaltung des Apfelgartens bereit. Und einer der Spielplätze, der in diesem Jahr aufgewertet wird, soll der Clevernser sein. „Dann haben wir Dorftreff, Apfelgarten und Spielplatz aus einem Guss“, sagte der Bürgermeister.   Und schließlich bereiten Rat und Verwaltung eine Außenbereichssatzung für Sandel vor: Nach dem Vorbild der Moorwarfer Satzung, die Neubauten entlang der alten B 210 möglich gemacht hat, sollen in Sandel rund um die Kirche Wohnhäuser entstehen können. „Und wir prüfen, wo so etwas noch funktionieren könnte“, sagte Albers: Baurechtlich gebe es keine großen Möglichkeiten für Neubaugrundstücke außer Lücken- und Hinterbebauung. „Aber es gibt in den Orten der Altgemeinde noch viel Platz, der nicht ausgeschöpft ist.“  Thema Feuerwehr: Das neue Fahrzeug für die Ortswehr Cleverns ist bestellt, Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses werden im Frühjahr abgeschlossen. „Dann können wir eine große Einweihung feiern – denn ein wesentlicher Schritt zur Entwicklung des Dorfes ist dann abgeschlossen“, sagte der Bürgermeister.

Ortsbrandmeister Bernd Eggers kündigte zudem an, dass die Feuerwehr dann zum Tag der offenen Tür einlädt. Er wies Vorwürfe, der Umbau der Feuerwache sei eine Verschwendung von Steuergeldern, zurück: „Dieser Vorwurf ist nicht angemessen“, betonte er: In Cleverns gebe es tatsächlich Leute, die behaupteten, die Feuerwehr erhalte einen Prunkbau, berichtete Eggers: „Nein! Das ist ein reiner Zweckbau. Und wir haben keine Wünsche, sondern Bedarf!“

Eule will mitfahren

Der Ortsbrandmeister dankte Gerold Lüken, auf dessen Hof die provisorische Wache eingerichtet werden konnte. „Selbst deine Eulen wollen mit zum Einsatz“, meinet er scherzhaft. In Lükens Scheune nisten nämlich Eulen. Bei einer Einsatzfahrt saß urplötzlich eine Jungeule vor dem Einsatzfahrzeug – sie wollte partout nicht weichen und musste mit sanftem Nachdruck aus dem Fahrweg geschoben werden. Mit Rücksicht auf Lükens Tiere rückt die Wehr übrigens die ersten 50 Meter ohne Martinshorn und Blaulicht aus – erst ab der Burmann-Kreuzung läuft dann das Signalhorn.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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