UPJEVER Vier Jahre lang hat Oberst Karl-Heinz Kubiak (56) das Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ aufgebaut und auf Einsätze vorbereitet. Am 14. Oktober verabschiedet das Regiment seinen ersten Kommandeur mit einem militärischen Appell, Nachfolger Kubiaks wird Oberst i. G. Harald Schulz. Kubiak wird künftig in Köln die Ausbildung innerhalb der Luftwaffe koordinieren.

Vor seinem Abschied hat Kubiak jetzt eine persönliche Bilanz seiner Zeit als Kommandeur der Objektschützer in Schortens, Kerpen und Diepholz gezogen.

Als ihm das Kommando über das neu gegründete Objektschutzregiment am 30. Juni 2006 übertragen wurde, war Kubiak schon maßgeblich an der Planung und Konzeption der Einheit beteiligt. Eine völlig neu aufgestellte Einheit zu führen, ist für einen Soldaten auch persönlich eine einmalige Chance und Herausforderung. Das wurde in seinem Vortrag immer wieder spürbar. Damit ist Kubiaks Zeit in Schortens sicher die prägendste seiner Laufbahn.

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Kernauftrag des Einsatzverbands ist, den Schutz der Kräfte der Luftwaffe dort zu gewährleisten, wo sie eingesetzt sind. Das war von Anfang an für die Objektschützer Afghanistan. Seit Bestehen des Regiments sind die Objektschützer ohne Unterbrechung ständig im Norden Afghanistans im Einsatz. 2200 Soldaten wurden in den vergangenen vier Jahren an den Hindukusch geschickt.

Kein Soldat des Regiments ist dort zu Tode gekommen. „Glück gehabt“, kommentiert Kubiak und verbessert sich gleich: „Es war Fortune“. Fortune, so wie Kubiak sie versteht, ist das Glück des Tüchtigen. Gleichzeitig ist ihm anzumerken, welche Anspannung es für den Vorgesetzten bedeutet, darauf vorbereitet zu sein, Angehörigen eine Todesnachricht überbringen zu müssen. Das ist Kubiak erspart geblieben – seine Erleichterung ist spürbar.

Gute Einsatzvorbereitung, Sicherheit im Einsatz und intensive Nachbereitung von Einsätzen sind ihm wichtig. Darüber hinaus haben die Objektschützer immer Wert darauf gelegt, in ihrem Einsatzgebiet den Kontakt zu der Bevölkerung auf Augenhöhe zu halten. Immer haben die Objektschützer in Afghanistan Hilfsprojekte unterstützt und mit den „Dorffeldwebeln“ persönlichen Kontakt zu den Menschen gepflegt. Diente das zu Anfang eher der Informationsgewinnung, sehen viele Soldaten inzwischen die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen als einen Schlüssel für ihren Erfolg in Afghanistan.

Auch der Rückhalt des Regiments in der Öffentlichkeit sei außergewöhnlich gut gelungen und komme nicht nur in der Unterstützung der Hilfsprojekte durch die Menschen hier zum Ausdruck, sagt Kubiak. „Mit der öffentlichen Verabschiedung eines Kontingents auf dem Vorplatz des Bürgerhauses am 5. Mai hat die Stadt Schortens ein deutliches Zeichen der Verbundenheit gesetzt“, freut sich der Kommandeur.

Ein Begriff, der in den vergangenen vier Jahren in keiner Rede Kubiaks gefehlt hat, ist „res publica“. Deutlich hat er immer wieder eingefordert, dass der Einsatz der Bundeswehr als Armee, die vom Parlament beauftragt sei, auch eine „öffentliche Sache“, eben „res publica“, sein müsse.

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