Hohenkirchen Die Zahl der Flüchtlinge, die die Gemeinde Wangerland in diesem Jahr in Wohnungen im Gemeindegebiet untergebracht hat, liegt aktuell bei 170 Personen. Das berichtete Bürgermeister Björn Mühlena am Dienstagabend in der Ratssitzung in Hohenkirchen. Laut Königsteiner Schlüssel hätte die Gemeinde Wangerland bis Ende Januar 2016 insgesamt 105 Personen aufnehmen und unterbringen sollen – damit hat das Wangerland die Quote um 65 Personen übererfüllt.

Beschlüsse im Verwaltungsausschuss

Zugestimmt hat der Verwaltungsausschuss den Plänen der Familie Linderhaus, den Forellenhof Stumpenser Mühle weiterzuentwickeln. Zum Bau einer neuen Rezeption samt Gastronomie ist eine Bebauungsplanänderung notwendig.

Auch die Pläne, auf dem Hof Wiarder Altendeich 14 einen Ferienhof zu entwickeln, wurden bewilligt. Geplant ist der Umbau des bestehenden Stallgebäudes in Ferienwohnungen mit Spielscheune, Saunalandschaft und Frühstücks-Gastronomie. Dazu soll ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden.

Beschlossen wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Erweiterungder Fußballgolf-Anlage am Wangermeer. Die Familie Buhl plant den Bau von Gebäuden für Gastronomie und Geräte sowie Sanitäranlagen, außerdem eines Sprungturms und eines Blokart-Felds. Die Gemeinde will im Norden des Geländes eine Vogelbeobachtungswarte bauen.

„Wir rechnen für 2016 mit ähnlichen Zahlen – zurzeit kann keiner einschätzen, wie sich der Flüchtlingszustrom entwickelt“, sagte Mühlena.

Genug freie Wohnungen

Auch in Zukunft sollen neu zugeteilte Asylsuchende dezentral in den Dörfern des Wangerlands untergebracht werden. „Der Wohnungsmarkt gibt das weiter her“, sagte Mühlena. Die Gemeinde biete gezielt Wohnungen für Familien an, mittlerweile bekomme sie auch kleinere Ferienwohnungen zur Unterbringung der Flüchtlinge angeboten. „Die Arbeit mit den Flüchtlingen läuft sehr koordiniert, ruhig und gut“, lobte der Bürgermeister die Wangerländer Integrationslotsinnen: „Es gibt keine Überraschungen.“

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Mühlena berichtete zudem von Beschlüssen, die nichtöffentlich im Verwaltungsausschuss gefasst wurden: So soll die Immobilien-Abteilung der Volksbank Jever beauftragt werden, eine 15 Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Fläche westlich des Tettenser Tiefs im Besitz der Wangerland Touristik zu vermarkten. Auf dieser Fläche war einmal ein Campingplatz für Tettens geplant. „Der Verkauf bedeutet einen Abschied von den Campingplatz-Plänen“, so Mühlena.

Beschlossen wurde zudem die Aufstellung einer Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans für den Bereich der Friesenhörn-Nordsee-Kliniken in Horumersiel: Die Mutter-Kind-Kureinrichtung plant, zentral in einem bestehenden Gebäude ein Empfangsgebäude einzurichten. Ein neues Wirtschaftsgebäude soll am Rand des Geländes entstehen. Die Planänderung soll auch eine Neuordnung des Wegerechts zum Klinik-Gelände enthalten.

Antrag auf Zuschuss

Auch die Anbindung des Südzipfels des Wangermeers in Hohenkirchen ist ein Schrittchen weiter: Laut Mühlena hat die Gemeinde eine positive Antwort auf einen Vor­antrag erhalten und darf nun einen Antrag auf Fördermittel aus dem Programm Leader Plus beim Land stellen. Die Gemeinde hofft auf einen Zuschuss von 100 000 Euro. Die Anbindung des Wangermeers von der Bismarckstraße aus mit neuem Gehweg sowie Parkplatz soll rund 232 000 Euro kosten.

Eine Personalie gibt es ebenfalls: Zum 1. Januar 2016 wird Imke Gerdes, aufgewachsen in Waddewarden, neue Gemeindejugendpflegerin. Zurzeit arbeitet sie noch bei SOS-Kinderdorf. Mit Imke Gerdes ist die Jugendpflege Wangerland dann wieder komplett.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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