Bockhorn Auf drei verschiedenen Wahlzetteln dürfen am Sonntag die Bockhorner ihre Kreuze machen. Eine Stimme für die Europawahl, eine für die Landratswahl in Friesland und eine für die Bürgermeisterwahl in Bockhorn.

Die drei Wahlen an einem Sonntag machen die Arbeit für die insgesamt 96 Wahlhelfer und die Mitarbeiter im Bockhorner Rathaus kompliziert, denn: Manche Bockhorner dürfen an allen drei Wahlen teilnehmen, andere nur an zweien.

Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Altersgrenzen. In Deutschland darf man seine Stimme für die Europawahl erst abgeben, wenn man mindestens 18 Jahre alt ist. Für die Landratswahl und die Bürgermeisterwahl reicht es dagegen, wenn man mindestens 16 Jahre alt ist.

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Keine Benachrichtigung bekommen?

Im Vorfeld der Wahlen bekommen alle Wahlberechtigten eine Wahlbenachrichtigungskarte zugeschickt. In Einzelfällen kann es aber vorkommen, dass die Benachrichtigungen nicht angekommen sind. Zur Wahl darf man aber dennoch gehen. Denn: Wahlberechtigt ist jeder, der im Wählerverzeichnis steht. Es reicht also, den Personalausweis mit ins Wahllokal zu bringen.

Auf der Karte steht auch, in welches Wahllokal man gehen muss, wenn man zur Wahl möchte. Da sollten einige Bockhorner noch einmal nachschauen, denn die Wahlbezirke Steinhausen und Bockhorn-Nord wurden neu aufgeteilt. Einige Wähler, die vorher in die Bockhorner Oberschule zur Stimmabgabe gebeten wurden, müssen diesen Sonntag in die Grundschule Steinhausen.

Einen Sonderfall stellen noch EU-Bürger dar, die in Bockhorn leben aber eine andere Staatsangehörigkeit haben. Grundsätzlich gilt: Ist ein EU-Bürger in Bockhorn gemeldet, darf er dort auch an den Kommunalwahlen teilnehmen. Die Stimme für die Europawahl muss er aber in seinem Heimatland abgeben – es sei denn, er stellt vorher einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde. Die Zahl der Menschen, die das tun, ist allerdings verschwindend gering. Gerade einmal acht Anträge sind im Rathaus eingegangen.

Wer aus einer anderen friesischen Gemeinde nach Bockhorn gezogen ist, aber noch keine drei Monate in der Gemeinde lebt, darf zwar den Landrat wählen, nicht aber den neuen Bockhorner Bürgermeister.

Diese Besonderheiten führen letztlich dazu, dass es unterschiedlich viele Wahlberechtigte gibt. Das Europaparlament dürfen in Bockhorn 7210 Menschen wählen, bei der Landratswahl dürfen 7451 Bockhorner mitmachen und bei der Bürgermeisterwahl 7425.

Um da den Überblick zu behalten, gibt es in den Wahllokalen auch für jede Wahl eine eigene Wahlurne. Sobald die Wahllokale um 18 Uhr schließen, werden die Urnen nacheinander geleert und die Stimmen ausgezählt. Die übergeordneten Wahlen kommen dabei zuerst: Den Anfang macht also die Europawahl, dann kommt die Landratswahl. Die Bürgermeisterkandidaten müssen am längsten auf ihre Wahlergebnisse warten.

Einige Bockhorner haben von der Briefwahl Gebrauch gemacht und ihre Stimme bereits abgegeben. Für die Europawahl waren das 882 (Stand Donnerstag), für die Landratswahl und die Bürgermeisterwahl 910 Menschen. Zum Vergleich: Bei der Europawahl vor fünf Jahren haben 473 Bockhorner die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt.

Für die Bockhorner ist sicherlich die Bürgermeisterwahl die spannendste. Als Kandidaten haben Thorsten Krettek (CDU) und die beiden parteilosen Katja Lorenz und Maik Radig ihren Hut in den Ring geworfen.


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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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