Bockhorn Wie wäre das Leben ohne Dorfgemeinschaften und Bürgervereine? „Unsere Gemeinde hätte ohne das Ehrenamt sehr viel weniger Lebensqualität“, beantwortete Andreas Meinen diese Frage am Samstagnachmittag beim Neujahrsempfang vor 180 Gästen im Hotel Hornbüssel, darunter viele Vorstandsmitglieder der von ihm gelobten Institutionen. Bockhorns Bürgermeister würdigte vor allem die Arbeit dieser Gruppen: „Sie wirken oft mit, geraten aber ebenso oft aus dem Blickfeld“, sagte er.

Sie trügen viele Aktionen mit, betonte Meinen: den Frühjahrs- und Naturputz zu Jahresbeginn in der Gemeinde, den Staudenmarkt in Grabstede, das Kinderfest zur Eröffnung des Ferienpasses in Bockhornerfeld, das Sommerfest in Osterforde, den Ernteumzug in Bredehorn, den Hökermarkt in Jührdenerfeld oder die Adventsfeier in Steinhausen. „Dafür ein ganz großes Dankeschön“, so der Bürgermeister, der die Gelegenheit nutzte und warb: „Werden sie in den Dorfgemeinschaften und Bürgervereinen Mitglied.“

In seinem Jahresrückblick ging Andreas Meinen auf die Projekte der vergangenen zwölf Monate ein. „Es war viel Planungsarbeit, am Ende stand aber eine schöne und vernünftige Lösung“, hob er beispielsweise die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bockhorn sowie die Fertigstellung von zwei Kindertagesstätten hervor.

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Darüber hinaus sorgte der begonnene Ausbau der Bahnstrecke von Varel nach Sande für „Bombenstimmung im Rathaus“, scherzte Meinen. Die bei den Bauarbeiten unter den Gleisen am Bahnübergang Ellenserdammersiel gefundenen „Anomalien“ entpuppten sich als Schrott, forderten aber die Verwaltung als Gefahrenabwehrbehörde „bis auf das Äußerste“ heraus. „Im Nachhinein kann man sagen: Es ist ja ganz gut gelaufen“, resümierte der Bürgermeister das Jahr 2017.

Auch 2018 stünden neue Herausforderungen für Politik und Gemeinde an. Der zweite Bauabschnitt für die Kinderkrippe in Steinhausen soll beginnen, „wir müssen uns intensiv um die Straßensanierung kümmern“, und Investitionen für die Ortsfeuerwehr Grabstede seien notwendig. „Wir wollen 2019 mit einem neuen Löschfahrzeug in die Halle des neuen Gerätehauses fahren“, kündigte Andreas Meinen an.

Zudem müsse das Erlebnisbad saniert und modernisiert werden. Vor allem das Betriebsgebäude aus den 60er Jahren und dessen Technik. „Das wird ein großes Volumen werden“, stellte der Bürgermeister die Ratsmitglieder auf einen finanziellen Kraftakt ein.

All das ist notwendig, denn Bockhorn wächst. „2017 wuchs die Gemeinde um 76 neue Bürger auf nun 8843. Im vergangenen Jahr gab es 77 Geburten. „Wir müssen uns keine Sorgen um unsern Schul- und Kita-Standort machen“, sagte der Bürgermeister.

Als besondere Gäste stellten sich die Sternsinger vor. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“, machte Anja Gloth auf dieses Thema aufmerksam. „Wir wollen ein Zeichen setzen für eine Welt, in der Kinder spielen lernen du einfach Kind sein dürfen.“ Rieke Schierwagen, Katrin Weimer, Jesse Seeberg und Emily Lerch gingen schließlich mit der Sammelbüchse durch die Reihen und baten um Spenden. „Sie haben zu Recht den mahnenden Finger gehoben“, sagte Olaf Lies, und forderte dazu auf: „Wir sollten zu Beginn des neuen Jahres auch mal über uns selber nachdenken. Ich habe den Eindruck, dass uns manchmal der Respekt fehlt.“

Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Vibraphonist Hauke Renken aus Zetel und die Geigerin Maria Reich.


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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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