Jever Raser auf Gastweg und Lerchenweg sind dem Bürgerverein Jever ein Dorn im Auge. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Schützenhof deutlich. Wo man 30 fahren dürfe, sei bereits eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern gemessen worden.

Jetzt fahre auch noch ein Bus durch die Straße. Selbst wenn er anhalte, werde er noch von Autos überholt. Drastisch waren die Aussagen einiger Versammlungsteilnehmer: Gelegentlich müsse der Fahrer zudem aussteigen, um Anlieger zu bitten, ihre parkenden Autos zur Seite zu fahren, damit der Bus passieren könne. Man habe auch schon Mütter mit Handy in der Hand am Steuer, Zigarette im Mund und Kind auf der Rückbank durch die Straßen rasen sehen.

Ein weiteres Ärgernis betrifft Cleverns: Beim Bau des Kindergartens habe der Schwerlastverkehr die Zufahrtsstraße stark beschädigt. Sie sei geflickt worden und nun kaputt. Die Schäden hätten andere verursacht, doch bei den Kosten für den Straßenneubau würden garantiert die Anlieger herangezogen. „Das ist eine Schweinerei“, regte sich ein Teilnehmer auf.

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Kritik an Neubau

Ein weiterer Aufreger war der Bau des neuen Kindergartens in Jever. Man habe nichts gegen den Bau, wohl aber etwas dagegen, dass dafür ein altes Gebäude abgerissen werde. Jeder Privatmann müsse sein Haus auf Vordermann bringen, um es zu erhalten. Das sei hier wohl nicht passiert. Habe es einen Investitionsstau gegeben, oder sei Geld zurückgehalten worden? wollte ein Versammlungsteilnehmer wissen.

Jevers Ordnungsamtsleiter Jörg Schwarz notierte sich die Bedenken. Zu den angesprochenen Problemen könne er direkt nichts sagen, aber er kümmere sich. Er kündigte an, dass die Stadt jetzt eine Anregung des Bürgervereins umsetzt: Vor dem Graftenhaus wird wieder ein beleuchteter Schaukasten installiert.

Nach und nach würden in der Stadt zudem die Parkscheinautomaten ausgetauscht und durch neue ersetzt. In diesem Jahr seien zwei dran.

„Es war ein schönes Jahr“, begann Bürgervereinsvorsitzender Hanspeter Waculik seinen Bericht. Beim Moorlandtreffen am 11. November sei es im Waldschlösschen so voll gewesen, dass man noch Campingstühle holen musste, um die Gäste unterzubringen. 140 Besucher habe man bei der Weihnachtsfeier gehabt und toll angenommen worden seien die Ausflüge. „Die Busse waren fast immer voll“, sagte Vergnügungsleiterin Heidi Waculik in ihrem Rückblick.

Nächste Veranstaltung ist am 27. Februar ein Grünkohlessen mit Tant und Tombola im Schützenhof Jever. Weitere Fahrten führen nach Bremen zur Besichtigung der Becks-Brauerei, zur Seehundstation nach Norddeich und auf die Insel Langeoog. Wismar, Schwerin und Sternberg sollen das Ziel einer Mehrtagesfahrt sein.

Vorstand bestätigt

Reine Formsache waren die Vorstandswahlen. Die rund 60 Anwesenden bestätigten die Funktionsträger des Bürgervereins einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern. Neuer Kassenprüfer wurde Stephan Höpken.

Ein Thema am Rand waren die Flüchtlinge in Jever. „Es tut gut zu sehen, wie diese Menschen aufgenommen worden sind“, sagte der stellvertretende Landrat Gustav Zielke (Grüne). Er ging auch auf die Übergriffe in Köln und den Werte-Verfall ein. „Wir müssen das Problem sehen, dass die ethischen Werte durcheinandergeraten sind“, sagte er. Sexuelle Belästigungen habe es nicht nur in Köln gegeben. Beim Münchener Oktoberfest seien rund 1600 Übergriffe registriert worden. Die Täter dort seien keine Flüchtlinge gewesen. Es sei ein generelles Problem. „Die Achtung vor der Würde des anderen ist runter“, so Zielke.

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