BOCKHORN Der Wahlausschuss der Gemeinde Bockhorn tagte Dienstagabend im Rathaus, um gemäß Kommunalwahlordnung das Ergebnis der Bürgermeister- und Ratswahlen festzustellen. Das Einfachste zuerst. Einstimmig segnete der siebenköpfige Ausschuss unter Führung der Gemeindewahlleiterin Anke Emken das Bürgermeister-Ergebnis ab, Andreas Meinen wird Nachfolger von Ewald Spiekermann.

Keine Bedenken

Dann kam die Gemeinderatswahl dran. Anke Emken: „Am Dienstag wurde uns seitens der CDU mitgeteilt, dass aufgrund des sehr knappen Ergebnisses bei der Sitzverteilung eine Nachzählung für angebracht gehalten wird.“ Die Wahlleitung selbst habe aber keine Bedenken, die Auszählung der Stimmzettel sei ordnungsgemäß erfolgt.

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Gerd Eilers, früherer CDU-Ratsherr, stellte trotzdem den Antrag auf Nachzählung. Warum? Jetzt wird es kompliziert.

4155 Bockhorner Wähler hatten am Sonntag insgesamt 11 957 gültige Stimmen abgegeben. Wie werden die jetzt auf 22 Ratssitze umgerechnet? Anke Emken: „Anzahl der Stimmen einer Partei multipliziert mit der Zahl der Sitze geteilt durch die Anzahl der Gesamtstimmen.“ Das ergibt folgende Zahlen. SPD 4,886, CDU 6,537, FDP 1,718, Grüne 1,562, BfB 1,000, UWG 5,850, Linke 0,443. Für die Verteilung auf die Sitze werden zunächst die Zahlen vor dem Komma herangezogen, zusammen 18, sechs für CDU, fünf für UWG, vier für SPD, je einer für FDP, Grüne, BfB. Vier weitere Sitze werden in der Reihenfolge der höchsten Werte hinter dem Komma verteilt, je einer für SPD, UWG, FDP und Grüne.

Trotz Bockhorner Markt hat es anscheinend bei den Christdemokraten nüchterne Rechner gegeben, die festgestellt hatten, dass nur 15 Stimmen mehr für die CDU einen weiteren Sitz bedeutet hätten, den die Grünen verlieren würden. Anke Emken gab zu: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass beim Auszählen Fehler gemacht worden sind. 15 Stimmen können schon bei fünf Zählfehlern unter den Tisch fallen.“

Also die Attacke der CDU. Rainer Mennen hielt dagegen, er war selbst unter den Stimmenzählern: „Da ist gründlich und sorgfältig gearbeitet worden, es wurde mehrfach gezählt. Dass Fehler gemacht wurden, ist eine Unterstellung. Eine Nachzählung bestärkt nicht das Vertrauen in die Wahlhandlung.“ Ebenso Eduard Arndt: „Wir haben teilweise zu zweit oder zu dritt auf einen Stimmenzettel geguckt.“ Zuhörer Jochen Meinecke (FDP), Rechtsanwalt: „Es gibt keine Verdachtsmomente. Die Vermutung einer Falschzählung ist durch nichts untermauert.“

Alles wie gehabt

Eilers blieb immer noch hart. Emken wies darauf hin, dass Mitarbeiter der Verwaltung alle Stimmzettel zählen müssten, das könnte ein oder zwei Tage dauern. Mitarbeiter der Verwaltung? Das passte Eilers nicht: „Dann sollten Vertreter von jeder Ratsfraktion dabei sein.“ Jetzt wurde abgestimmt. Fürs Nachzählen votierten Gerd Eilers und Helmut Tetz, Walter Daxl enthielt sich der Stimme. Dagegen waren Eduard Arndt, Rainer Mennen, Karl-Heinz Coldewey und Anke Emken. Es bleibt also alles wie gehabt, CDU und UWG je sechs, SPD fünf, Grüne und FDP je zwei Sitze, BfB ein Sitz im neuen Bockhorner Rat, der auf einer konstituierenden Sitzung Anfang November gebildet wird.

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