Jever Sie wollen etwas bewegen und haben einige Ideen, was sich in Jever ändern soll: 15 Jugendliche haben beim 2. Jugendforum mit Lisa Heidorn und Nils Oelfke im Jugendzentrum beraten, was sie umsetzen wollen.

Dazu gehört auf jeden Fall eine Disco: „Wir müssen immer fahren – das kostet viel Geld für Bus oder Taxi“, sagt Milo, der die Arbeit Idee Gruppe vorstellt. Er und seine Mitstreiter wünschen sich eine Disco in Jever mit Shishabar und Events für Jüngere. Einen Standort haben die Jugendlichen auch ausgemacht: Das ehemalige Möbelhaus am Ortseingang wäre perfekt.

Regelmäßiges Treffen

Das Jugendforum Jever trifft sich immer am zweiten Dienstag im Monat um 17.15 Uhr im Jugendhaus. Kontakt: E-Mail an jugendforum.jever@web.de.

Bei der Diskussion im Plenum zeigt sich: Auch wenn die Jugendlichen Sponsoren finden würden – eine echte Disco auf die Beine zu stellen, ist ein schwieriges Unterfangen. Jugendpfleger Detlef Berger und Bürgermeister Jan Edo Albers sowie Grünen-Ratsmitglied Olaf Harjes wollen dennoch helfen. Man könnte ja klein anfangen und wieder eine Disco im Jugendhaus etablieren. Und parallel dazu können die Jugendlichen für ihre Idee einer kommerziellen Disco trommeln.

„Es ist immer so bei Projekten, dass man Steine aus dem Weg räumen muss“, sagt Nils Oelfke. Diese Erfahrung hat das Jugendnetzwerk schon gemacht.

Fest steht auf jeden Fall: Die Gruppe – immerhin sechs Jugendliche – will am Ball bleiben und an der Umsetzung ihrer Idee arbeiten. Denn nur darüber zu reden, bringt das Projekt nicht weiter. Das ist Milo und seinen Mitstreitern klar.

Auch für das Freibad haben die Teilnehmer am 2. Jugendforum Ideen: Ein höherer Sprungturm, mehr Auswahl am Kiosk, ein Kletterturm und eine neue Rutsche – all das wünschen sie sich. Mustafa und Pascal wollen mit ihrer Gruppe zunächst die neue Rutsche in Angriff nehmen – Kosten ermitteln, mit der Stadtverwaltung und der Politik reden und natürlich Kontakt zum Freibad-Förderverein aufnehmen. „Das wäre eine neue Attraktion für unser Freibad, die mit Sicherheit auch wieder mehr Besucher bringen würde“, sind Pascal und Mustafa überzeugt.

Für Bürgermeister Albers ist sehr spannend, was die Jugendlichen an Ideen zusammengetragen haben – und vor allem, dass sie auch gleich an der Umsetzung arbeiten. „Das ist sehr ermutigend für die Jugendbeteiligung in Jever“, sagt er. „Wenn Ihr so loslegt, wie Ihr Euch das denkt, könnt Ihr für die Stadt etwas bewegen“, betont er. Als Bürgermeister will er auf jeden Fall mithelfen, dass die Projekte der Jugendlichen eine Chance haben.

Auch wenn von den 1250 jungen Leuten zwischen 14 und 22 Jahren diesmal nur 15 zum Jugendforum gekommen sind: Die, die das waren, wollen in ihren Schulen fürs Mitmachen trommeln. Oberschule, Mariengymnasium und Friedrich-Schlosser-Schule waren vertreten.

Zu den Berufsbildenden Schulen Jever wollen die Jugendlichen ebenfalls noch einmal Kontakt aufnehmen – denn irgendwen kennt man immer.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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