Wenngleich das Wetter zum Mühlenfest in Varel bescheiden war: Als der Wirtschaftsminister Olaf Lies zur Wahl der Mühlenkönigin erschien, hörte der Regen auf und es bleib den ganzen Nachmittag trocken. Das nutzte auch den rund 250 Besuchern, die zur Wahl der Mühlenkönigin gekommen waren (die NWZ  berichtete). Viele von ihnen fanden Platz unter den großen Schirmen, mit denen Horst und Sylvia Düsberg den Mühlenhof bestückt hatten. Firma Düsberg und Bäckerei Bulgrin hatten den Ausschank und die Bewirtung der Gäste übernommen.

Praktisch zeitgleich mit dem Minister waren auch die Königinnen aus anderen Orten zum Mühlenfest eingetroffen. Burgfräulein Swantje aus Friedeburg, die Altländer Blütenkönigin Carolina mit ihrer Vorgängerin Theresa, Sonnenblumenkönigin Nadine aus Bad Bederkesa und Sonnenblumenprinzessin Charlene, ebenfalls aus Bad Bederkesa. Erntekönigin Kristin aus Hesel und die neue Rhodo-Königin Madleen aus Westerstede. Aus Rotenburg war Kartoffelkönigin Anna II. gekommen, die für die Veranstaltungen in ihrer Heimatstadt warb und auch gleich eine charmante Erklärung zur Kartoffel hatte. „Die Kartoffel hat wie ich einen Migrationshintergrund.“ Blütenkönigin Carolina hatte eine mit Blüten besetzte Kappe auf und erläuterte ihre Tracht: Es war nämlich die Brauttracht am Abend, zu unterscheiden von der Brauttracht am Tage von den Ketten, mit denen sie behängt war. Sonnenblumenkönigin Nadine forderte die Besucher zu einem ungewöhnlichen Bad auf. Sie sollten einmal nach Bederkesa kommen und ein Moor-Bad nehmen. Burgfräulein Swantje warb mit einem Alleinstellungsmerkmal ihrer Heimat Friedeburg: „Bei uns kann man von Friedeburg nach Russland wandern“, sagte sie in Anspielung auf zwei kleine Siedlungen, die diese Ländernamen tragen.

Varels Mühlenkönigin Houssena verabschiedete sich von dem Publikum. Das Jahr sei schnell vorbeigegangen. Sie habe aber viele Königinnen aus anderen Orten kennengelernt. Mühlenprinzessin Helen hatte Houssena bei vielen Auftritten begleitet, auch für sie war es der letzte Auftritt. Bei allen vier Wahlen dabei war Ratsvorsitzende Hannelore Schneider in der Jury. Wirtschaftsminister Olaf Lies nannte sie deshalb „Königin-Mutter“. Lies wurde auch gleich zur nächsten Veranstaltung angefragt: Heinz Gehnke (Rotenburg/Wümme), Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Deutschen Königinnen, lud Lies zu einer der nächsten Wahlen ein. Gehnke berichtete, dass es im Augenblick in Niedersachsen 54 Königinnen gibt, bald soll es die 55. geben. Ein großes Treffen der deutschen Königinnen findet statt in Hamburg, wo 250 Amtsträgerinnen erwartet werden. Beweggrund zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft war die Erkenntnis, dass die Königinnen für ihre Heimatorte und den Binnentourismus werben können. Auch Heinz Gehnke war bereits zum vierten Mal Gast einer Wahl der Mühlenkönigin in Varel. Unter den Gästen der Veranstaltung war auch der frühere Museumsleiter des Vareler Mühle, Herbert Hamjediers, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss. Hamjediers konnte sich aber überzeugen, dass sein Nachfolger Peter Fleckenstein mit seinen Helfern Erich Gert-Schlühr, Arnold Eilers, Heinz Watermann, Gerriet Renken, Horst Klöver, Herke Sandelmann, Günther Schäpe, Helmut Schröder und Heinz Ahlers alles gut vorbereitet hatte. Eine Ausstellung mit Bildern von Waltrun Frowein und dem plattdeutschen Mühlenführer, illustriert von Traudel Logemann, komplettierte das Mühlenfest.

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Ihren ersten Auftritt als Mühlenkönigin und Mühlenprinzessin hatten Nele und Anna am Sonntag im Mühlenhof, vorgefahren in einer von Pferden gezogenen Kutsche. Insa Jung (Stadtmarketing) moderierte die Vorstellung.


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