Zetel Seit fünf Jahren wird der Markthamm in Zetel an Donnerstagen und Montagen für einige Stunden zu einem Stück Frankreich. Dann stehen Männer und Frauen um die Boule-Bahn und betreiben einen Sport, der auch Teil einer Lebensart ist: Pétanque. Zum fünfjährigen Bestehen der Petanque-Gruppe „Wehde-Boule“ wollen die Spieler alle einladen, den Sport einmal auszuprobieren. Bei der großen Feier zum Weltkindertag, die der Zeteler Präventionsrat am Samstag, 16. September, ausrichtet, bieten die Spieler einen Aktionstag an ihrer Boule-Bahn.

In Frankreich entdeckt

Die Gemeinde hatte vor fünf Jahren Boule-Bahnen gebaut, und schnell fanden sich begeisterte Spieler ein. Rund 20 Mitglieder hat die Gruppe „Wehde-Boule“. „Dieser Bouleplatz war der Anlass, der zur Gründung der Petanque-Gruppe Wehde-Boule führte“, berichtet der Spieler Günter Grünfeld. Er hat den Sport zusammen mit seiner Frau bei einem Frankreich-Urlaub kennen und lieben gelernt.

So wird Pétanque gespielt

Zwei Mannschaften versuchen bei dem Sport, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an die vorher ausgeworfene Zielkugel zu werfen. Diese sollte mindestens sechs Meter und maximal zehn Meter vom Abwurfkreis entfernt liegen. Ziel ist es, seine Kugeln näher an der Zielkugel zu platzieren als der Gegner. Jede Kugel, die näher an dem „Schweinchen“ liegt als die bestplatzierte des Gegners, zählt einen Punkt. Die Mannschaft, die als erstes 13 Punkte erreicht, gewinnt.

Die Kugeln wiegen im Schnitt 700 Gramm. Gespielt wird mit zwei bis drei Kugeln.

Beim Boule geht es nicht um enorme Kraft oder Ausdauer, Kinder können es ebenso spielen wie Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Es geht um Geschicklichkeit, um einen schwungvollen Wurf und gutes Augenmaß. Aber es geht auch darum, sich mit anderen an der Boule-Bahn zu treffen, sich zu unterhalten, die Sonne zu genießen oder dem Wind zu trotzen und eine schöne Zeit zu haben. Ganz im Sinne der „Savoir Vivre“, der französischen Lebenskunst.

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Beim Boule kann jeder seine ganz eigene Wurftechnik entwickeln, und wie bei jedem anderen Sport macht natürlich Übung den Meister.

Die viele Übung hat die Zeteler Spieler, die sportlichen Ehrgeiz zeigen, schon weit gebracht, sie sind auch bei Turnieren erfolgreich.

Die Boulespieler Yvonne Alberts, Jochen Frank, Anke und Günter Grünfeld, Rainer und Marita Harms und Nils Schön der „Wehde-Boule“ nehmen in ihren Pétanquevereinen regelmäßig erfolgreich am Ligaspielbetrieb teil.

Nils Schön – inzwischen Niedersachsenligaspieler – gewann unter anderem in 2016 die Wintertour und in 2017 das Bremer Sommerturnier. Im Friesland-Hallenturnier 2017 erreichte er mit seinem Partner im Doublette das Endspiel gegen den mehrmaligen deutschen Meister Jan Garner.

Viele Erfolge

Bei den Senioren ist Jochen Frank sehr erfolgreich. Durch seine guten Platzierungen in der Sommertour qualifizierte er sich mehrmals für die Teilnahme am Küstenmasters-Turnier. Als Spielführer der Hallencup-Mannschaft erreichte er zusammen mit Yvonne Alberts, Anke und Günter Grünfeld, Nils Schön und drei weiteren Spielern 2015 die Hallencup-Endrunde in Berlin und letztendlich den 7. Platz von 64 Mannschaften. „Der Petanque-Hallencup ist vergleichbar mit dem DFB-Pokal im Fußball, denn auch hier treffen die Kleinen auf die Großen“, erklärt Günter Grünfeld.

Jeder kann am 16. September einmal selbst auf dem Markthamm die Kugel werfen und den Sport ausprobieren.

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