Wangerooge Aus dem Strandkorb heraus vermeldete Stefan Jung: „Alles gut gelaufen.“ Kurz vor dem Doppel-Finale der Männer 50 – das Jung an der Seite von Mitorganisator Ulf Hordorff noch zu bestreiten hatte – zog er schon mal ein positives Fazit des 45. Wangerooger Tennisturniers.

„Das, was wir bezweckt haben mit dem Turnier, den Jüngeren eine Plattform zu bieten, das haben wir jetzt schon erreicht“, sagte Jung am Telefon. Ursprünglich hätten er und das Organisationsteam, das 2015 übernahm und verschiedene Rollen im Wangerooger TSC besetzt, sich noch zwei Jahre dafür Zeit gegeben. „Es wird immer diskutiert, Tennis ist out“, doch das stimme nicht. Das Interesse bei den Männern habe sie „komplett überrascht“, so Jung. Bei den Frauen, gerade beim Nachwuchs, hielt sich das jedoch in Grenzen. Die weiblichen Junioren-Wettbewerbe entfielen, auch ein Frauen-30-Feld kam nicht zustande. Das Turnier der Frauen mit Ranglistenwertung entschied Nicole Rivkin für sich.

In Stefan Seifert, der den Männer-Wettbewerb mit Wertung für die deutsche Rangliste gewann, und Finalgegner Michel Dornbusch standen zwei Athleten aus den Top 60 der deutschen Rangliste im Endspiel des sportlich anspruchsvollsten Tableaus. „Das hat man nicht immer“, sagte Jung. „300, 400 Zuschauer“ hätten den beiden Teamkameraden vom Oldenburger TeV zugesehen, auf der Anlage und auf der Düne mit Blick auf den Platz. Und das „trotz der Hitze“.

Einer, der Dornbusch und Seifert gefährlich geworden wäre, nutzte die Woche auf Wangerooge für lockere Abwechslung zwischen zwei Spielen in der 2. Bundesliga. Louis Weßels, Nummer 26 der deutschen Rangliste, schlug im Doppel und Mixed auf. Der 20-Jährige holte jeweils den Titel.

Von Jungs Verjüngungskur wurden die Älteren freilich nicht vertrieben. Dieter Janßen, der erfahrenste unter ihnen, kam 1939 zur Welt. Corinna Wittrin, einzige Frau unter den Organisatoren, gewann mit ihrer Hamburger Partnerin die Frauen-40-Konkurrenz im Doppel. Erfolgreichster Friesländer war Stefan Amend vom TC Esens. Er wurde Zweiter in der LK-Wertung der Männer.

Jung und Hordorff verloren ihr Finale ebenfalls. Noch mal auf den Platz zu müssen und den Strandkorb zu verlassen sei bei 32 Grad „natürlich nicht einfach“, hatte Jung noch gesagt. „Aber danach kann man ja immer schnell ins Wasser springen.“

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