HOHENKIRCHEN HOHENKIRCHEN/KIH - „Wir sind zwar halb so alt wie das Land Niedersachsen, aber doppelt so attraktiv“. Mit diesen Worten eröffnete Robert Meints als Spartenvorsteher die Jubiläumsfeier der Tennisabteilung des MTV Hohenkirchen. In seiner Ansprache ließ er 30 Jahre Tennis in Hohenkirchen Revue passieren.

„Die Geburt der Abteilung wurde in der Presse kaum berücksichtigt“, amüsierte er die rund fünfzig Gäste und las einen Auszug aus dem Artikel vor. Im Gründungsjahr zählte die Tennisabteilung gerade einmal 20 tennisbegeisterte Mitglieder. Unter dem ersten Vorsitzenden Günther Barth wurden die ersten zwei Tennisplätze errichtet und der Bau des Vereinsheim begonnen. Es wurde im Mai 1983 fertiggestellt.

Zu der Zeit hatte bereits Reiner Lehmann den Vorsitz inne. Ebenso wurde ein professionelles Training eingeführt. Beide Aspekte hätten zu einen stetigen Mitgliederzuwachs geführt, berichtete Meints. Etwa zehn Jahre nach der Gründung habe sich der so genannte „Becker-Boom“ bemerkbar gemacht. Boris Becker gewann am 7. Juli 1985 das Turnier in Wimbledon, damit war er nicht nur der erste deutsche Wimbledonsieger, sondern mit 17 Jahren auch der jüngste. Die Sparte hatte plötzlich 213 Mitglieder, ein Höchststand, der nie wieder erreicht wurde.

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Derzeit sind es 124 Tennisspieler, eine Zahl, die sich in den letzten acht Jahren kaum verändert habe, wie Meints berichtete. Damit sei die Tennisabteilung die größte Sparte des MTV Hohenkirchen.

Meints kann auf rund 15 Jahre Vorstandsarbeit zurückblicken, den Posten des Spartenwarts hat er nun bereits neun Jahre inne, die längste Amtszeit unter den sechs Vorsitzenden. Die Führung übernahmen ebenfalls Peter Foerste, Heinz Uden und Jürgen Thelen. Seit fast 14 Jahre sei Margarete Frerichs als Schriftführerin im Vorstand tätig. Andere Posten wie der des Platz- oder Sportwarts wechselten öfter.

Die Jugendarbeit wurde erst seit 1989 aktiv betrieben, was auch an der Altersstruktur der Sparte zu sehen sei.

Amüsant waren die Anekdoten, die Meints zum Besten gab. „In den 30 Jahren hat sich so manch lustige Begebenheit abgespielt wie zum Beispiel die Saharaordnung“. Da der damalige Platzwart die Tennisplätze nur einmal pro Woche gewässert habe, hätten die Spieler zeitweise vor lauter Staub den Ball nicht mehr erkennen können.

Dass die Tennisplätze außerdem stanken, sorgte sogar in der Nachbarschaft für Unmut. „Die Anlage wurde damals noch mit Wasser aus einem Brunnen beregnet, das sehr salzhaltig war“, erklärte der amtierende Spartenvorsteher den Anwesenden. Das hätte den Nebeneffekt gehabt, das es in der ganzen Umgehung nach faulen Eiern roch. Bei einigen Mitgliedern war die Liebe zum Tennis so groß, dass sie sogar bei Kerzenlicht weiterspielten. Bleibt zu hoffen, dass der Tennissparte weiterhin solch aktive Mitglieder die Treue halten.

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