Varel Darauf haben die Mitglieder des Tennisvereins Varel wochenlang mit Kribbeln in den Fingern gewartet. Am Mittwoch war es dann endlich soweit: Es gab in Niedersachsen das ersehnte grüne Licht für die Eröffnung der wegen der Corona-Krise zunächst verschobenen Freiluft-Saison. Das nutzte der TV Varel – wenn auch zunächst nur auf Sparflamme und unter Berücksichtigung von Auflagen.

Etwas gedulden müssen sich indes noch die Mitglieder des Tennisvereins Zetel. Wegen eines Schadens an der Bewässerungsanlage bleibt die Anlage an der Urwaldstraße in diesem Monat wohl noch geschlossen.

Reger Betrieb

Derweil herrschte schon am ersten Tag der Freigabe auf den neun Plätzen des TV Varel reger Betrieb. „Ich war am Mittwoch auch schon vor Ort. Es war herrlich, endlich wieder Tennis zu spielen!“, bringt Tim Kamps, Pressewart des TV Varel, die Stimmungslage im Tennispark am Vareler Wald auf den Punkt. Da die Plätze bereits Mitte März für den Saisonstart hergerichtet worden waren, musste zu Wochenbeginn nur noch die Umsetzung der Vorschriften erfolgen, so dass bereits am Mittwoch die Bälle wieder über die Netze fliegen konnten.

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„Wir haben zunächst ein Hygienekonzept aufgestellt, an das sich alle Mitglieder halten sollen“, erläutert Kamps die Vorgehensweise der Verantwortlichen um den Ersten Vorsitzenden Ulrich von Eßen. Die wichtigste Vorgabe der Landesverordnung lautet, dass jede Person auch während des Spielens immer einen Abstand von mindestens zwei Metern zu allen anderen Personen einzuhalten hat. Zudem müssen von den rund 350 Mitgliedern die allgemein geltenden Kontakt- und Hygieneregeln stets eingehalten werden. Dies gilt auch auf den Parkplätzen und für den direkten Weg zur Anlage.

Der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) hat ebenfalls ein Hygienekonzept erarbeitet. Einige Punkte daraus haben Eingang ins TVV-Konzept gefunden. „Unsere Mitglieder wurden vor der Saisoneröffnung bereits via E-Mail über die Maßnahmen unterrichtet, so dass sich jeder auf die besondere Situation einstellen konnte“, erklärt Kamps.

Die Tennishalle, die Gastronomie sowie die Umkleideräume inklusive Duschen bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Um einem möglichen größeren Ansturm von Aktiven entgegenzuwirken und das Geschehen auf den Plätzen übersichtlich zu machen, wurde die maximale Spielzeit zunächst auf 60 Minuten begrenzt. Der Beginn der Einheiten erfolgt zur vollen Stunde zwischen 9 und 20 Uhr.

Gespielt werden auf den Plätzen zunächst nur Einzel. „Beim Doppel wäre die Abstandsregel kaum einzuhalten“, erläutert Oliver Brandt, Leiter und Cheftrainer der Tennisschule. Und er betont: „Wenn wir die Sache in den Griff bekommen wollen, dann sollten sich wirklich alle rigoros an die Regeln halten. Wir sollten froh sein, dass wir überhaupt schon wieder Tennis spielen können.“

Während das Training der Tennisschule für Erwachsene wieder begonnen hat, muss sich der Nachwuchs noch etwas gedulden. „Das Gruppen- und Jugendtraining ist dann ab Montag, 18. Mai, wieder möglich“, freut sich Brandt.

Die Vereinsteams des TV Varel werden spätestens am 18. Mai wieder ins Training einsteigen. „Saisonziele sind aber noch keine ausgesprochen worden“, sagt Kamps.

Der Tennisverband Niedersachsen-Bremen hatte Ende März angekündigt, die Punktspiele der Herren und Damen sowie in den Altersklassen möglichst ab dem 13. Juni und bis zu den Sommerferien ausspielen zu wollen. Die Jugendpunktspiele beginnen voraussichtlich am 22. August. Ab wann und unter welchen Voraussetzungen wieder Tennisturniere gespielt werden dürfen, ist noch offen.

Reparatur in Eigenregie

Das gilt auch für den genauen Zeitpunkt der Saisoneröffnung beim TV Zetel. „Wegen eines Wasserschadens verzögert sich der Beginn bei uns leider“, erklärt der Erste Vorsitzende Ernst Reiner Linden: „Wir sind nur ein kleiner Verein und müssen die Reparaturarbeiten in Eigenregie bewerkstelligen.“ Dies habe aufgrund der behördlichen Auflagen der vergangenen Wochen zur Corona-Pandemie zu Verzögerungen geführt.

Zwar wäre das Spielen auf den vier Außenplätzen des 100 Mitglieder starken TV Zetel schon jetzt möglich, doch muss erst die Bewässerung auf der Anlage am Neuenburger Urwald wieder funktionieren. „Wir haben alle Mitglieder angeschrieben“, erklärt Linden und hofft auf reichlich Unterstützung: „Je mehr sich zum Arbeitsdienst melden, desto schneller können wir die Reparatur bewerkstelligen.“ Ziel sei es, so schnell wie möglich wieder in den Trainingsbetrieb einzusteigen. Vor Juni dürfte es allerdings wohl nichts mehr werden.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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