Varel Mit zwei verdienten Punkten im Gepäck sind die Handballer der SG VTB/Altjührden am Samstag von ihrer Oberliga-Premiere beim TuS Rotenburg zurückgekehrt. Der personell runderneuerte Drittliga-Absteiger hatte sich beim Aufsteiger mit 21:17 (12:8) durchgesetzt und dabei Spielertrainer Ivo Warnecke durchaus zufrieden gestellt.

„Die Einstellung war super, und viele Sachen haben richtig gut funktioniert, die in der Vorbereitung noch nicht so rund gelaufen sind“, erläuterte Warnecke: „Insbesondere im Angriff haben wir die Ruhe behalten und den Ball bis zur besten Wurfchance immer noch eine Station weitergespielt – statt hektisch abzuschließen.“

Zwar waren die Vareler zu Beginn mit 1:2 (3. Minute) und 4:6 (13.) ins Hintertreffen geraten, doch bliesen sie danach zum Angriff. Mit einem 5:0-Lauf setzten sie sich auf 9:6 (23.) ab und hielten diesen Vorsprung bis zur Pause. „Wir haben den Rotenburgern deren Stärken genommen“, freute sich Warnecke etwa darüber, dass der TuS-Torwart das gefürchtete Tempogegenstoß-Spiel der Hausherren mit zielgenauen Pässen nur äußerst selten einleiten konnte. Zudem bekamen die SG-Spieler mit ihren 6:0- und 5:1-Deckungsformationen um Kapitän und Abwehrchef Helge Janßen auch die gefährlichen Außenspieler der Rotenburger gut in den Griff.

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Dass die Gäste nach dem Seitenwechsel erneut wenig Gegentreffer zuließen, lag auch daran, dass Torhüter Levin Stasch eine bärenstarke Leistung ablieferte. Zwar war die Spielgenehmigung des polnischen Zugangs Patryk Plaszczak kurz vor Spielbeginn eingetroffen, doch musste er noch gar nicht zwischen den Pfosten eingreifen.

„Levin hat wirklich ein Bombenspiel gemacht“, erwähnte Warnecke lobend – auch weil der SG-Keeper in der Schlussphase zur Stelle gewesen war, als es durchaus noch einmal hätte enger werden können. Zwar waren die Vareler – angeführt von Oliver Staszewski (9/5) und dem frech aufspielenden Youngster Justin Herrmann (5) – bestens aus der Kabine gekommen und auf 16:10 enteilt (40.). Doch schlich sich nach dem 20:13 (47.) etwas der Schlendrian ein; auch weil sich die Friesen, anders als in der ersten Hälfte, nun mehr technische Fehler leisteten.

„Auch das Überzahlspiel hat mir noch nicht so gut gefallen“, erklärte Warnecke: „Aber dank des Auftaktsieges können wir in Ruhe weiterarbeiten. Ab Montag gilt die ganze Konzentration nun dem Derby gegen TV Cloppenburg vor heimischer Kulisse.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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