Varel Ob mit Rollator, Tablett oder in Schutzausrüstung – voll motiviert gingen am Samstag 500 Kinder und Erwachsene bei den Sponsorenläufen anlässlich des 3. Vareler Hospiztages an den Start. Beflügelt von dem Gedanken, etwas Gutes zu tun und angeheizt von der Superstimmung am Straßenrand, drehten sie Runde um Runde durch die Innenstadt.

Viele Firmen, Vereine und Organisationen hatten Teams am Start, und wer nicht mitlief, sponserte die Läufer. Die zusammengekommene Summe wird der Hospizbewegung gespendet, die das Geld für den Betrieb des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ verwendet.

Zum Auftakt gab es einen Handicap-Lauf, bei dem 17 Kinder und Erwachsene mit Rollator, im Rollstuhl oder Gehhilfen an den Start gingen. Die Idee zu dem Lauf hatte Bernhard Möller, der vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten hat. „Auch Menschen mit Beeinträchtigungen sollen zeigen, was sie können“, sagte der ehemalige Polizist.

Was in ihnen steckt, zeigten anschließend auch 39 Mädchen und Jungen beim Kinderlauf über eine Distanz von 300 Metern. 1000 Meter lang war der anschließende Erwachsenenrundkurs, und einige bewältigten ihn mehr als 30 Mal. So auch Erik Wendeling aus Sande, der zusammen mit Doris Martens, Martina Bluschke, Hans-Friedrich Brünlow und Andrea Smidt für die Nordwest-Zeitung ins Rennen gegangen ist und 33 Runden geschafft hat. Die Nordwest-Zeitung überweist der Hospizbewegung pro jeweils gelaufener Runde der Sportler fünf Euro. Insgesamt schafften die fünf Läufer 108 Runden, so dass die Nordwest-Zeitung 540 Euro an die Hospizbewegung überweist.

Lang war die Liste der Sponsoren, mit der Pfarrer Manfred Janßen ins Rennen gegangen ist. Die Sponsoren, darunter Weihbischof Wilfried Theising, müssen tief in die Tasche greifen, Varels Pfarrer war nicht zu stoppen.

Viele Läufer waren als Team angetreten. Ein starkes Team stellte die Papier- und Kartonfabrik Varel mit 40 Erwachsenen und 15 Kindern. Sie schafften insgesamt 771 Runden als Gruppe und lagen damit an der Spitze. Durchhaltevermögen zeigten auch die Teams von Bahlsen, Albers Logistik, VTB, Premium Aerotec, der GPS und viele mehr. Mit einer beachtlichen Leistung begeisterte die Gruppe der drei Vareler Freiwilligen Feuerwehren das Publikum: Die Frauen und Männer traten in persönlicher Schutzausrüstung an und liefen darin bis zu 19 Runden.

Auf Schnelligkeit und eine ruhige Hand kam es beim Kellnerlauf an, bei dem auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies an den Start ging. „Man kann nicht alles können“, gestand er ein und musste sich Fred Lienemann vom Tivoli und Tamara Varrelman vom Hotel Friesenhof geschlagen geben.

Höchsteinsatz auch auf der Bühne: Auktionator Gerhard Lambertus versteigerte 70 Posten zugunsten des Hospizes.

Beeindruckt vom 3. Hospiztag ist Anke Kück, Vorsitzende der Vareler Hospizbewegung: „Dieser Tag war einfach großartig, so viele Menschen haben uns bewegt – auf der Laufstrecke, als Sponsoren, auf der Bühne, als Organisatoren oder Unterstützer. Sehr dankbar bin ich, dass wir den ersten Handicaplauf starten konnten- Das war Gänsehaut pur und macht die ganze Veranstaltung erst komplett.“


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Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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