Varel Das Team mit der weitesten Anreise hat sich beim traditionellen Hallenfußball-Turnier des NFV-Bezirks Weser-Ems für Schiedsrichterauswahlteams in Varel am Ende den Sieg gesichert. Die Mannschaft Osnabrück-Stadt setzte sich am Samstagnachmittag bei der 38. Auflage nach einem umkämpften Finale mit 3:5 nach Neunmeterschießen gegen die Auswahl Emden/Leer durch und durfte im Anschluss jubelnd den Siegerpokal in die Höhe stemmen.

Liebgewonnene Tradition

„Dieses Turnier ist für die Unparteiischen von der Nordsee bis in den Teutoburger Wald schon zu einer liebgewonnenen Tradition geworden“, betonte Mitorganisator Dennis Hohmann, zugleich Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des gastgebenden Fußballkreises Friesland: „Alle Teilnehmer haben wieder einmal gezeigt, dass sie auf dem Spielfeld nicht nur mit der Pfeife umgehen können, sondern auch mit dem Fußball.“

Prominente Gäste

Bei der offiziellen Begrüßung der Teilnehmer am Turniers für Schiedsrichterauswahl-Teams waren in der Sporthalle Arngaster Straße auch bei der 38. Auflage prominente Gäste aus Politik und Sport vertreten. Diesmal dankten der niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, sowie Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs sowie Bezirksschiedsrichterobmann Georg Winter den Unparteiischen der zehn teilnehmenden Mannschaften für deren wichtiges Engagement im Saisonspielbetrieb.

So betonte Olaf Lies: „Wir brauchen euch – ohne euren wichtigen Beitrag, den ihr Wochenende für Wochenende auf dem Spielfeld leistet, würde es nicht funktionieren.“ Gerd-Christian Wagner betonte: „Ihr macht einen super Job, obwohl die Schiedsrichterei wahrlich keine leichte Aufgabe ist.“ Der Kreisvorsitzende Heinz Lange dankte allen Organisatoren und Schiedsrichtern, die beim Turnier selbst zur Pfeife griffen, für deren Einsatz.

Dabei hatte das Team Osnabrück-Stadt im siebenstündigen Verlauf der Veranstaltung lange um den Verbleib im Wettbewerb zittern müssen. Nur durch die um einen Treffer bessere Tordifferenz gegenüber dem Gastgeber aus Friesland qualifizierte sich das spätere Turniersieger als Zweiter der Vorrundengruppe A für das Halbfinale. Die friesische Auswahl um ihren langjährigen Betreuer „Pico“ Abrahams musste letztlich mit Platz sechs vorlieb nehmen, verbesserte seine Endplatzierung gegenüber dem Vorjahr damit aber immerhin um einen Platz.

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Dabei hatte die friesische Auswahl mit dem 6:0-Kantersieg gegen Wilhelmshaven einen Auftakt nach Maß erwischt. Im zweiten Gruppenspiel folgte jedoch eine 0:3-Niederlage gegen die Osnabrücker. Durch einen 5:1-Erfolg über das Ammerland und ein 3:3 gegen den bis dahin verlustpunktfreien Gruppensieger Aurich wahrte sich der Gastgeber die Chance auf das Weiterkommen, musste aber auf eine Niederlage der Osnabrücker gegen die Wilhelmshavener hoffen.

Furios aufgespielt

Zwar lagen die Jadestädter auch dank einer furios aufspielenden Joana Au, die insgesamt drei Treffer im Turnier erzielte, bis kurz vor Schluss mit 2:1 in Führung, am Ende hieß es jedoch 2:2. Dies reichte Osnabrück-Stadt hauchdünn, um das zweite Halbfinalticket zu buchen.

In der zweiten Vorrundengruppe machten Titelverteidiger Wittmund und die Auswahl Emden/Leer den Gruppensieg unter sich aus. Die Mannschaft Osnabrück-Land sicherte sich den dritten Gruppenplatz. Dies hatte sie vor allem ihrem überragenden Schlussmann Johannes Dreesmann zu verdanken, dem sogar als einzigem Torhüter des Turniers ein eigener Treffer gelang. Dreesmann wurde bei der von Dennis Hohmann und Frieslands Kreisvorsitzenden Heinz Lange durchgeführten Siegerehrung nicht ohne Grund der Titel des besten Torhüters der Veranstaltung verliehen.

Ungeschlagen trafen im letzten Spiel der Gruppe B Wittmund und Leer/Emden aufeinander und spielten den Gruppensieger aus. Dank der Treffer von Kai Steffens und Nico Urban setzte sich der Titelverteidiger in dieser Partie mit 3:0 durch und qualifizierte sich als Gruppensieger für das Halbfinale.

„Die Endrunde war sehr ausgeglichen“, freute sich Hohmann über einen durchgehend spannenden Turnierverlauf. Dass es dabei stets fair zuging, sei auch ein Verdienst der ruhig und souverän agierenden Schiedsrichter Jan Fabrytzek (BV Bockhorn), Jan Mintken (FSV Jever) und Peter Labuda (TuS Obenstrohe) gewesen. „Sie hatten auf jede Härte oder aufkommende Diskussion stets die richtige Antwort und schreckten bei Bedarf auch nicht davor zurück, ihren Kollegen eine zweiminütige Denkpause zu verordnen“, erklärte Hohmann (TuS Obenstrohe), der in der Turnierleitung von Tobias Zunker (FC Zetel) und Michael Ruf (Heidmühler FC) unterstützt wurde.

Per Hattrick ins Finale

Im ersten Halbfinale setzte sich der Zweite der Gruppe B, Leer/Emden, im Ostfriesland-Duell knapp mit 4:3 gegen den Sieger der Gruppe A, Aurich, durch. Brian Wienekamp, der später als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet wurde, stellte dabei mit einem Hattrick die Weichen für den Finaleinzug. In einem dramatischen zweiten Halbfinale musste sich Titelverteidiger Wittmund der Auswahl aus Osnabrück-Stadt geschlagen geben. Mit 4:1 hatten die Ostfriesen bereits in Führung gelegen, ehe dem Gegner vier Sekunden vor der Schlusssirene nach einer furiosen Aufholjagd durch Julian Meckfessel noch der Ausgleich zum 4:4 gelang. Im folgenden Neunmeterschießen hatten die Osnabrücker das bessere Ende für sich.

Damit blieb den Wittmundern lediglich das Spiel um Platz drei. Das kleine Finale gewannen die Titelverteidiger, die als einzige Mannschaft des Turniers in regulärer Spielzeit ungeschlagen blieben, mit 5:4 nach Neunmeterschießen gegen Aurich.

Im Spiel um den fünften Platz gab es für die gastgebende Frieslandauswahl indes nichts mehr zu holen. Das Team Osnabrück-Land setzte sich klar mit 5:1 gegen die Lokalmatadore durch. „Insgesamt hielt sich die Enttäuschung der Gastgeber aber in Grenzen, da der Stolz über einen gelungenen Turnierverlauf überwog“, bilanzierte Hohmann: „Den Wanderpokal in Friesland zu halten, lautet damit die Aufgabe beim 39. Turnier für Schiedsrichterauswahlmannschaften des NFV-Bezirks Weser-Ems im Januar 2018.“

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