Stollhamm Sechs Jahre sind seit dem bisher letzten Feldkampf ins Land gezogen. Aber die Kräfteverhältnisse sind unverändert: Die Klootschießer des Landesverbands Oldenburg gehen als großer Favorit in die 27. Auflage des Feldkampfs gegen die Ostfriesen. Vor sechs Jahren waren sie dieser Rolle gewachsen – wie echte Champions. Sie gewannen alle drei Wettbewerbe. Wenn am Samstag, 3. März, um 9 Uhr zunächst die Jugendlichen und kurz darauf die Männer auf die Strecke an der Ulmenstraße in Stollhamm gehen, wollen die Oldenburger ihren Coup wiederholen. „Wir rechnen uns gute Chancen aus“, sagt Feldobmann Stefan Bruns. Schließlich sei die Mannschaft „gespickt mit Topwerfern“. Gleichwohl: Im Vergleich zum Jahr 2012 „treten wir mit einer jungen Mannschaft an“, sagt Bruns. Deshalb werde sein Team die Ostfriesen nicht unterschätzen. Und deren Feldobmann Friedrich Janssen stellt klar: „Angst haben wir nicht.“

Diverse Topwerfer

Zum favorisierten Team der Oldenburger zählen Europameister Hendrik Rüdebusch (28) aus Vielstedt-Hude, der EM-Teilnehmer und amtierende Meister des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) im Klootkugelwerfen, Ludger Ruch (25) aus Mentzhausen, der Jugendeuropameister des Jahres 2012, Keno Vogts (23) aus Hollwege, und der EM-Dritte des Jahres 2016 sowie FKV-Vizemeister der Junioren, Sören Bruhn (22) aus Schweinebrück. Sven Büsing (Mentzhausen) kam schon beim Feldkampf 2012 zum Einsatz.

„Die Erfahrung bringen Detlef Müller und Dirk Schomaker mit“, sagt Bruns. Müller (48) kommt aus Mentzhausen und ist ehemaliger Europameister und feldkampferfahren. Schomaker (42) stammt aus Fedderwardersiel und kann auf seine EM- und Feldkampferfahrung bauen. Die jungen Wilden heißen Janik Bruns (22) aus Abbehausen, Thorben Cordes (21) aus Spohle und Jonas Schüler (19) aus Esenshamm.

Ostfrieslands Feldobmann Friedrich Janssen schickt folgende Werfer ins Rennen: Frank Goldenstein aus Pfalzdorf, Jelde Eden aus Willmsfeld, Daniel Heiken aus Schirumer-Leegmoor, Jörn Aakmann aus Berumbur, Florian Eiben aus Rispel, Henning Schiffer aus Utgast, Eike Henning Peters aus Ardorf, Jabbo Gerdes aus Willmsfeld, Horst Dieling aus Dietrichsfeld, Mirko Guderle aus Uttel und Bert Stroje aus Reepsholt.

Auch der Kader der Oldenburger Jugendlichen ist beeindruckend. Der A-Jugendliche Bjarn Bohlken (17) aus Grabstede ist FKV-Meister mit der Kloot- und der Hollandkugel. Der B-Jugendliche Thore Bruns (15) aus Waddens ist FKV-Meister im Mehrkampf sowie mit der Kloot- und der Hollandkugel. Rico Wefer (17) aus Mentzhausen ist FKV-Vizemeister mit der Kloot- und der Hollandkugel und EM-Teilnehmer. Mit dabei sind außerdem Moritz Kuck (17) aus Schweewarden, der FKV-Meister im Klootkugelwerfen, Dominik Köster (13) aus Langendamm-Dangastermoor, sowie Ben Sanders (13) aus Reitland, Ihno Riesenbieter (13) aus Schweewarden, C-Jugend-Landesmeister Thorben Bohlken (13) aus Grabstede und Keven Specht (12) aus Hollwege. „Wir sind vielleicht etwas favorisiert, weil wir mit Bjarn Bohlken, Rico Wefer und Thore Bruns die drei Starter der Deutschen Meisterschaft in der Mannschaft haben“, meint Bruns.

Fünf C-Jugendliche

Indes treten die Oldenburger gleich mit fünf C-Jugendlichen an. „Da muss man erstmal abwarten, wie sich der Wettkampf entwickelt. Ich erwarte einen ausgeglichenen Vergleich“, meint Bruns.

Ostfrieslands Jugendwart Egon Allgeier hat ebenfalls ein starkes Team benannt:   Simon Bussmann (14) aus Südarle, Timon Claasen (13) aus Uttel, Keno Potinius (13) aus Uttel, Hauke Schmidt (17) aus Ostermarsch, Tammo Ubben (15) aus Ihlowerfehn, Jannek Hinrichs (15) aus Fahne, Thorben Behrends (17) aus Blersum, Marian Jahnke (13) aus Westeraccum und Wilko Uphoff (17) aus Berumbur. Die Ergebnisse der vergangenen FKV-Meisterschaften zeigen, dass die Ostfriesen sehr ausgeglichen besetzt sind.

Erfahrung ist wichtig

Ein entscheidender Faktor wird sein, wie die Sportler mit den Bedingungen klarkommen. Auf dem Feldkampf-Gelände in Stollhamm ist Erfahrung extrem wichtig. Der Feldobmann der Ostfriesen, Friedrich Janssen, betont: „Zu gut ist das Gelände nicht.“ Er glaubt, dass bei vielen Würfen der Trüll ausbleibe. Das heißt: Nach dem Aufschlagen rollt die Kugel nicht weiter.

Stefan Bruns schlägt in dieselbe Kerbe: „Die tiefen Löcher im Mittelteil sorgen nicht nur bei den Ostfriesen, sondern auch bei uns für Stirnrunzeln.“

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