Projekt
Hütte hat als Heim ausgedient

Das Holzhaus hat den Charme einer Gartenhütte, drinnen ist es feucht und kalt. Die Boßeler wünschen sich ein richtiges Vereinsheim.

Bild: Sandra Binkenstein
Karl-Hermann Brunken (links) und der Vorsitzende Uwe Voss vom Klootschießer- und Boßelerverein „Freier Friese“ Steinhausen zeigen die morschen Stellen an der Hütte. Ein Problem sind außerdem die einfachverglasten Fenster.Bild: Sandra Binkenstein
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So sehen die Pläne aus: Im hinteren Bereich (rechts im Bild) sollen die bestehenden Sanitärräume erhalten bleiben. Daran soll das neue Vereinsheim angebaut werden.Bild:
Bild: Sandra Binkenstein
Die Holzhütte soll abgerissen und durch einen massiven Klinkerbau ersetzt werden.Bild: Sandra Binkenstein
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Steinhausen Was einst als Geräteschuppen gebaut wurde, ist jetzt das traute Heim des Klootschießer- und Boßelervereins (KBV) Steinhausen. In der Laube an der Hohlen Straße treffen sich die Boßeler nach dem Training und oft auch nach den Wettkämpfen. Sie sitzen zusammen, stoßen an oder halten einfach nur einen Klönschnack. Aber so gemütlich, wie es klingt, ist das nicht. „Die Hütte fängt langsam an zu gammeln“, sagt Karl-Hermann Brunken vom Boßelverein. Deswegen plant der Verein jetzt einen massiven Neubau.

Das Holz des Vereinsheims ist aus dem Jahr 1986, und es wird langsam morsch. Durch die einfach verglasten Fenster kommt die Feuchtigkeit ins Haus, es gibt keine Heizung, hinterm Küchenschrank hat sich schon Schimmel gebildet. Für den rund 150 Mitglieder starken Verein sind das unhaltbare Zustände. „Wir machen ja auch sehr viel Jugendarbeit und im Sommer die Spielenachmittage für Kinder. Auch deshalb brauchen wir ein vernünftiges Vereinsheim“, sagt Brunken.

Auf Nachfrage der NWZ hat der KBV-Vorsitzende Uwe Voss jetzt die Pläne für das neue Vereinsheim gezeigt: Geplant ist ein massiver Klinkerbau. Er soll eine Heizung haben, vernünftig gedämmt sein und mit rund 60 Quadratmetern fast doppelt so groß wie die Hütte. „Es soll ein einziger großer Raum werden mit einer neuen Küche und einem Tresen“, sagt Voss. Die Sanitäranlagen, die in den 1990er Jahren an das Holzhaus angebaut wurden, sind bereits massiv gebaut und brauchen nicht erneuert werden. Das neue Haus soll als Versammlungsraum einfach an die bestehenden Sanitäranlagen angebaut werden.

Ein bisschen, sagt Karl-Hermann Brunken, sei das Vereinsheim auch eine Investition in die Zukunft. „Wir wissen ja nicht, wie lange es unser Vereinslokal, die Altdeutsche Diele, noch geben wird. Und wo sollen wir uns dann treffen? Falls es in zehn, zwanzig Jahren kein Lokal mehr gibt, wären wir auch zu alt, um ein neues Vereinsheim zu bauen“, sagt Brunken.

Deshalb hat der Vorstand jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Damit der Verein Fördergelder von der Europäischen Union für den Neubau des Vereinsheims bekommt, hat Markus de Vries vom KBV Steinhausen eine aufwendige Präsentation ausgearbeitet und sie der Lokalen Aktionsgruppe der „Leader“-Region Südliches Friesland präsentiert.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf knapp 95 000 Euro. Allerdings wird das neue Haus natürlich nicht schlüsselfertig gebaut und dem Verein übergeben – die Boßeler werden selbst wo es geht beim Bau mit anpacken. Dennoch: So ein Vereinsheim muss finanziert werden. Die Chancen stehen gut, dass das Projekt aus dem Leader-Programm eine Förderung von rund 38 000 Euro bekommt. Die öffentliche Kofinanzierung in Höhe von zehn Prozent, die Voraussetzung für die Förderung ist, übernimmt die Gemeinde Bockhorn. Die Lokale Aktionsgruppe hat der Förderung schon mal zugestimmt.

„Wir werden jetzt den offiziellen Antrag auf Förderung stellen, dabei hilft uns Annika Bauer von der Leader-Region“, sagt Uwe Voss. „Und wenn alles gut läuft, sollen die Arbeiten nächstes Jahr im April beginnen.“

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