Altjührden Die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden haben am Sonnabend gegen den Oranienburger HC nahtlos an die starken Heimspiele in der vergangenen Saison (damals als HSG Varel-Friesland) angeknüpft. Vor 340 restlos begeisterten Fans setzte sich die Mannschaft von Trainer Andrzej Staszewski verdient mit 22:19 Toren durch. Garant des Erfolgs und der beiden ersten Saisonpunkte war die brillante Deckung mit den beiden bärenstarken Keepern Levin Stasch und Björn Bröckerhoff dahinter.

Am Beginn der Partie hatte es nicht danach ausgesehen, dass sich die Gastgeber am Ende feiern lassen durften. Oranienburgs Rechtsaußen Nils Müller brachte die Gäste nach zwei blitzsauberen Kontern schnell mit 2:0 in Führung. Doch damit hatte der OHC sein Pulver vorerst verschossen, zumal sich die Deckungsarbeit bei der SG VTB/Altjührden von Minute zu Minute verbesserte. Zudem erwischte Levin Stasch im SG-Tor einen Sahnetag. Sechs Treffer der Gastgeber in Folge zur 6:2-Führung zwangen OHC-Trainer Christian Pahl bereits früh in der 10. Minute zur ersten Auszeit.

Andrzej Staszewski hatte seine Mannschaft optimal auf den favorisierten Gegner eingestellt. Dominic Kehl, in der vergangenen Spielzeit Liga-Torschützenkönig in der Nord-Staffel, und der wurfgewaltige David Sauß (10 Tore beim 32:22-Sieg gegen Schwerin) wurden fast zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Am Ende stand jeweils nur ein Treffer auf der Habenseite der beiden Shooter.

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Allein Robin Manderscheid (5 Treffer) und Darius Krai (6/4) hielten die Gäste im Spiel. Auf der anderen Seite bewiesen Marek Mikeci (4) und Oliver Staszewski (5) im ersten Spielabschnitt ihre Treffsicherheit aus dem Rückraum. In dieser schweißtreibenden Partie führten die Gastgeber zur Pause verdient mit 12:8 Treffern.

Im zweiten Durchgang versuchte Oranienburg, über ein körperbetontes Spiel zurück in die Erfolgsspur zu finden. Das zeigte zunächst auch Wirkung, denn die SG-Angreifer ließen sich in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte zunehmend den Schneid abkaufen. Wenn dann trotzdem einmal ein Wurf gelang, stand in Simon Herold ein glänzend aufgelegter Torwart im Oranienburger Kasten. Die Gäste holten somit Tor um Tor auf und waren beim 13:14 (39.) wieder im Spiel.

Doch die Oranienburger hatten die Rechnung ohne Björn Bröckerhoff gemacht. Der 23-jährige Keeper, der vor der Saison von Ligakonkurrent OHV Aurich wieder an seine alte Wirkungsstätte an den Jadebusen gewechselt war, brachte die OHC-Angreifer nach seiner Einwechslung in der 37. Minute gleich reihenweise zur Verzweiflung. „Unsere Abwehr hat es mir natürlich auch leicht gemacht, damit ich einige wichtige Bälle halten konnte. Ich bin ja schließlich dafür da, dem Team zu helfen“, freute sich Bröckerhoff über seinen gelungenen Einstand vor heimischer Kulisse.

Die Fans der SG VTB erlebten in den folgenden Minuten allerdings ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem deftigen Foul von Manderscheid musste Oliver Staszewski minutenlang auf dem Spielfeld behandelt und schließlich mit einer schmerzhaften Rippenverletzung vom Physiotherapeuten Piet Ligthart in die Kabine gebracht werden (40.). Die Gastgeber zeigten sich aber keineswegs schockiert, sondern drehten jetzt richtig auf.

Jan Derk Janßen, Mikeci, Tom Wiedenmann, Helge Janßen und Fabian Hartwich schraubten mit fünf Treffern in Folge die Führung vorentscheidend auf 20:13 (45.) hoch. Davon erholten sich die Gäste schließlich nicht mehr. Am Ende stand ein 22:19-Heimsieg für die SG VTB/Altjührden.

„Nur 19 Gegentreffer gegen Oranienburg ist eine megageile Leistung. Entscheidend war die starke Leistung unserer Abwehr und der beiden Torhüter. Wir haben Kehl, Müller und Sauß ausgeschaltet“, freute sich Andrzej Staszewski. „Der Sieg der SG ist verdient. Meine Spieler sind mit der Aggressivität und Mobilität der Gastgeber nicht klargekommen. Wir haben zu viele Fehlentscheidungen getroffen“, resümierte Gästecoach Pahl enttäuscht.

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