Hooksiel Eleganz, Dynamik, Spannung – all das bot auch der letzte Renntag der Saison des Hooksieler Rennvereins. Mehr als 5500 Besucher erlebten auf der Jade-Rennbahn in Hooksiel eine gelungene Mischung aus hochkarätigem Pferdesport mit elegantem Flair und Volksfeststimmung. Sommerwetter, beste Bahnverhältnisse und ein von der Rennleitung mit etwas Verzögerung, aber sonst reibungslosem Verlauf organisierter Abend, waren allerbeste Voraussetzungen für das 106. Rennen in der 34. Rennsaison.

Mit dem „Fritz und Johann Ortgies-Erinnerungsrennen“, wurde zu Beginn an zwei Nordjeverländer Trabrennfahrer und Reiter erinnert. Rennvereinsvorsitzendem Günther Lühring gelang es vortrefflich, die erfolgreichsten Nachkriegs-Pferdesportler der Region vorzustellen. Johann Ortgies war mit dem Oldenburger Warmblutwallach „Dieter“ Favorit im oldenburgisch-ostfriesischen Rennsport und sein Sohn Fritz Ortgies führte mit „Herold“ die Erfolgsserie fort. Lühring beschrieb Vater Johann und Sohn Fritz als Landwirte, die nach der Arbeit auf dem Acker ihre Pferde trainierten – das Melken überließen sie in der Rennsaison oftmals ihren Frauen.

Der mit 3000 Euro dotierte Große Preis der Landessparkasse zu Oldenburg galt dem Pferdekenner und Rennvereinsmitbegründer Dr. Karl-Heinz Gaede. Dem Hooksieler Tierarzt ist es zu verdanken, dass der Trabrennsport im Jeverland mit der Gründung des Hooksieler Rennvereins wiederbelebt wurde: Am 21. August 1982 fand der erste Renntag in Hooksiel statt. Die Jade-Rennbahn baute der Rennverein damals auf dem 1974 aufgespülten Gelände – heute das Hooksieler Freizeitgelände. „Damals war hier nur Sand – sonst nichts“, erinnert sich Lühring.

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Dem großen Sport-Moderator Hans-Heinrich Isenbart zur Erinnerung war das 7. Rennen gewidmet.

Wie sich zeigte, wurde Favoritin Katie Beer mit Bastiaan B ihrer Rolle zum Saisonabschluss nicht gerecht: Ihre Siegesserie wurde im 1. Rennen von Ronald de Beer unterbrochen – die Amazone belegte Platz 2. Auch beim 6. Rennen hatte Ronald de Beer die Nase vorn. Ein zweites Mal wurde Kati Beer zweite.

„In Hooksiel entscheidet nicht das Glück, es gewinnen die besten Pferde“, kommentierten die „Fachsimpler“ das Renngeschehen. Die Niederländer hatten an diesem letzten Rennabend insgesamt die Nase vorn. Dass beim Trabrennen auch Erfahrung zum Sieg führt, bewies der 71-jährige Cornelius d. Imming im vierten Rennen.

Der bekannte Gelsenkirchener Detlef Orth moderierte charmant und fachkompetent das Renngeschehen. Rennvereinsvorsitzender Günther Lühring sprühte vor Energie und führte mit seiner Heiterkeit und Sachkenntnis unterhaltsam durch den Rennabend – dafür galt ihm viel Applaus.

Ob modisch schick oder ganz leger und entspannt – erlaubt ist in Hooksiel, was gefällt; denn auf der Jaderennbahn gibt es keinen Dresscode. Auch elegante Hüte waren zu sehen, doch einen Hutwettbewerb gab es in diesem Jahr nicht.

Dass der Rennverein zum Ende des Abends zufrieden Bilanz mit der diesjährigen Rennsaison zog, hatte gleich mehrere Gründe: Die Zuschauerzahl stimmte, die Stimmung war gut, die Zahl der Nennungen hat sich weiter gefestigt und verspricht auch für die Termine 2016 – ob mit oder ohne Familiensonntag ist noch offen – wieder interessanten Pferderennsport an der Nordsee.

Dass nach 20 Uhr zum 5. Rennen eine frische Brise aufkam und auch die Sonne hinter dem Deich versank, was bei einigen Gästen zum Aufbruch führte, könnten Organisatoren künftig im Zeitfenster berücksichtigen.

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