Altjührden Nach zwei Heimniederlagen in Folge und zuletzt der 28:30-Pleite beim bis dahin sieglosen MTV Braunschweig wollen die Handballer der SG VTB/Altjührden den Hebel in der Nordstaffel der Dritten Liga wieder auf Erfolg umlegen. Dazu bedarf es jedoch im Heimspiel an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) gegen den DHK Flensborg allen voran einer deutlichen Leistungssteigerung in der Abwehr, denn die Gäste von der Förde haben es in sich – auch wenn die Tabelle aktuell etwas anderes glauben macht.

Zwar rangiert der Dansk Håndbold Klub (DHK) derzeit mit 8:10 Punkten – und damit lediglich zwei mehr als die SG – nur auf dem elften Tabellenplatz. Doch hatten die Schleswig-Holsteiner ein hammerhartes Auftaktprogramm zu absolvieren mit Partien gegen Henstedt (21:25), Hamburg (21:30), Fredenbeck (24:29) und Altenholz (28:34). Was wirklich in der Mannschaft steckt, bewies sie am vergangenen Wochenende eindrucksvoll beim klaren 28:21-Heimsieg gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin.

„Das ist eine ganz starke Truppe“, weiß SG-Coach Andrzej Staszewski und veranschaulichte dies seinen Spielern am Donnerstagabend beim Training auch noch einmal mit einigen Videosequenzen: „Wer gegen diese Mannschaft gewinnen will, der muss in der Abwehr genauso kompakt und körperlich dagegenhalten wie es die Flensborger auf der Gegenseite tun.“ Derweil gelte es im Angriff, genauso effektiv zu Werke zu gehen wie zuletzt in Braunschweig, als die Trefferquote bei den Varelern hoch und die Fehlerquote in der Offensive gering war.

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Gegen das Flensborger Abwehrbollwerk, hinter dem in Christoph Peters zudem einer der besten Torhüter der Liga agiert, dürfte allerdings Schwerstarbeit auf die SG-Angreifer zukommen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Hahn (51), zu aktiven Zweit- und Bundesliga-Zeiten (SG Hameln, SG Flensburg-Handewitt) sowie in der Nationalmannschaft selbst ein herausragender Abwehrrecke, setzt auf eine robust zupackende 6:0-Deckung, die zwischendurch immer wieder in einen 3:2:1-Modus wechselt. Bei Ballgewinnen wird dann blitzschnell auf Tempogegenstoß umgeschaltet – häufig vollendet durch Rechtsaußen Jeppe Bruhn, fünftbester Torschütze der Nordstaffel.

Aus dem gebundenen Spiel heraus bauen die Flensborger auf die Vollstrecker-Qualitäten der wurfgewaltigen Ole Zakrzewski, Marc Blockhus und Lasse Johannsen. „Die Jungs sind sehr gefährlich“, weiß Staszewski. „Außerdem spielt der DHK schönen Handball mit Konzept, hat immer wieder Lösungen parat“, fügt er mit Blick auf eine Vielzahl von Spielzügen der Gäste hinzu.

Umso mehr muss die Vareler Abwehr im Zusammenspiel mit den Torhütern nach dem schwarzen Tag in Braunschweig nun dringend wieder an alte Stärken anknüpfen. „Ich weiß, die Jungs haben das drauf“, sagt der SG-Trainer.

Umso bitterer für ihn, dass Martins Libergs nach der Rückkehr von seinem zweiwöchigen Heimataufenthalt (Wehrübung) nun unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht an der Verbesserung der Bindung zu seinen Nebenleuten im Mittelblock arbeiten konnte. Immerhin steht Oliver Staszewski trotz Schulterblessur zur Verfügung. Auch Helge Janßen beißt trotz Achillessehnenproblemen auf die Zähne.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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