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Varel Auf ein Neues heißt es für die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden an diesem Sonnabend – auch wenn es angesichts von fünf Niederlagen in Folge und weiterhin akuter Personalsorgen für die verbliebenen zehn SG-Spieler nicht einfacher wird.

Zu Gast ist ab 19.30 Uhr in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden der VfL Potsdam. Obwohl die Gäste aus Brandenburg auch schon vier Niederlagen auf dem Konto haben (allesamt indes nur hauchdünn mit einem einzigen Treffer), gehen sie als Favorit in die Partie gegen die Friesen. Diese haben mit 6:16 Punkten aktuell gerade einmal drei magere Zähler Vorsprung vor den Abstiegsrängen.

„Leider hat sich die Personalsituation nicht entspannt. Wir müssen dieses Handball-Jahr jetzt irgendwie überstehen, um nach der Winterpause, wenn die Ausfälle zurückkommen, dann endlich wieder etwas besser für den Abstiegskampf aufgestellt zu sein“, erklärt Andrzej Staszewski. Der SG-Coach muss weiterhin auf Abwehrchef und Kapitän Helge Janßen (Achillessehnenreizung) sowie Tom Wiedenmann (Sportverbot wegen Atemproblemen) und dessen Bruder Max Wiedenmann (noch zwei Wochen Zwangspause wegen Zehenbruch) verzichten.

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Immerhin hat Youngster Jan Derk Janßen seine Magen-Darm-Grippe überstanden. Zudem stellt sich Torhüter Björn Bröckerhoff trotz anhaltender Herz-Rhythmus-Störungen wie schon beim umkämpften Auswärtsspiel in Bernburg (25:28) in den Dienst der Mannschaft. „Die Ärzte haben für kurze Einsätze grünes Licht gegeben, wenn wir aufpassen – und das werden wir, schließlich hat die Gesundheit der Spieler absolut Vorrang“, erklärt Staszewski. Auch Kapitän Helge Janßen sei kaum zu bremsen und wolle der Mannschaft auf dem Feld im Abstiegskampf weiterhelfen. „Aber die medizinische Abteilung rät dazu, auf Nummer sicher zu gehen und ihn weiter pausieren zu lassen“, fügt Staszewski mit Blick auf die für den Klassenerhalt vielleicht schon alles entscheidenden Spiele im Januar und Februar voraus.

Bis dahin müsse man der Abwehr notgedrungen auch ohne deren defensiven Lenker und Denker dringend mehr Stabilität als zuletzt verleihen. Schließlich hat aktuell die junge und auf Tempohandall ausgerichtete Potsdamer Mannschaft mehrere äußerst torgefährliche Akteure in ihren Reihen. Hier ist beim Tabellenfünften aus der Havelstadt neben dem pfeilschnellen Linksaußen Julius Dierberg allen voran der zweitliga-erfahrene Daniel Deutsch im Rückraum zu nennen. „Er trifft aus fast jeder Lage, daher müssen wir unbedingt versuchen, ihn in den Griff zu bekommen“, fordert Staszewksi.

Umso ärgerlicher aus SG-Sicht, dass Routinier Martins Libergs, dem in der Abwehr die wichtige Rolle im Mittelblock zufällt, unter der Woche wegen seines Schichtdienstes nicht trainieren konnte. „Wir mussten angesichts des kleinen Kaders mal wieder improvisieren und haben daher auch vermehrt am Abschluss gearbeitet“, erklärt Staszewski: „Auch dort gibt es Steigerungspotenzial. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Verantwortung seit Wochen nur auf wenigen Schultern lastet.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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