Altjührden Nach dem überraschenden Derby-Auswärtscoup beim OHV Aurich gehen die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden mit gestärktem Selbstvertrauen an die nächste große Aufgabe heran. So bekommen es die Spieler von Trainer Andrzej Staszewski an diesem Samstagabend (19.30 Uhr) in der heimischen Manfred-Schmidt-Sporthalle mit Tabellenführer HSG Norderstedt Henstedt-Ulzburg zu tun.

„Das wird eine ganz harte Nuss, die wir aber natürlich ebenfalls zu knacken versuchen“, sagt Staszewski – wohl wissend, dass die personellen Voraussetzungen erneut nur suboptimal sind. So muss er ein weiteres Mal auf Abwehrrecke Martins Libergs (Wehrübung) verzichten. Zudem bangen die Vareler um den Einsatz von Kreisläufer Fabian Hartwich, der sich im Nordderby eine Oberschenkel-Verletzung zugezogen hat. Der Einsatz von Marek Mikeci, der sich seit einer rüden Attacke, die mit Rot bestraft wurde, mit einer schmerzhaften Schulterprellung herumplagt, scheint aber sicher.

„Der Sieg in Aurich gibt uns nach der Enttäuschung zuvor im Heimspiel gegen Schwerin jetzt allen einen riesigen Motivationsschub“, hatte Torwart Björn Bröckerhoff schon direkt nach dem Erfolg bei seinem Ex-Club gesagt: „Nun wollen wir uns auch zu Hause mit unseren Zuschauern im Rücken von der besseren Seite zeigen“, kündigte der Keeper an, der in der zweiten Hälfte mit einer Quote von 70 Prozent gehaltener Bälle zum größten Derbyhelden in Aurich avancierte. „Wir alle würden uns natürlich freuen, wenn er diese Leistung gegen die super Truppe der HSG Nord HU bestätigt“, erklärt Staszewski. „Er kann das!“

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Schließlich kommt gegen den starken Rückraum der Gäste aus Schleswig-Holstein viel auf die Vareler Defensive und den Torhüter dahinter an. Insbesondere der wurfgewaltige Rückraum-Linke Tim Völzke befindet sich zurzeit in Bestform. Die Rolle des Spielmachers teilt sich Nico Kibat mit dem lettischen Neuzugang Maris Versakovs (zuvor SV Beckdorf, VfL Edewecht).

Trainer des Zweitliga-Absteigers ist ein weiterer alter Bekannter: Dusko Bilanovic, der in seiner aktiven Zeit einst für den Wilhelmshavener HV und den OHV Aurich spielte, den er dann als Trainer in der Dritten Liga etablierte. Bei seinem neuen Club setzt er nun vor allem auf eine aggressive 6:0-Abwehr sowie eine schnelle erste und zweite Welle.

„Ganz viel wird bei uns wieder von einer disziplinierten Spielweise im Angriff sowie vom schnellen Rückzugsverhalten abhängen“, sagt Staszewski. Dass die Vareler dazu auch ersatzgeschwächt in der Lage sind, haben sie am vergangenen Freitag in Aurich eindrucksvoll bewiesen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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