Bockhorn Der BV Bockhorn geht in der Fußball-Bezirksliga schweren Zeiten entgegen – nicht nur, weil die nächsten namhaften Gegner hintereinander weg Heidmühler FC, SV Atlas und TuS Obenstrohe heißen. „Wir gehen in Führung und haben des Heft eigentlich in der Hand, lassen es dann aber plötzlich an vielem vermissen und können den Schalter nicht mehr umlegen“, bilanzierte BVB-Trainer Thomas Hinrichs enttäuscht nach der überraschend hohen 1:4 (1:1)-Heimpleite gegen Eintracht Wiefelstede und damit einem Déjà-Vu-Erlebnis nach dem vorherigen Rastede-Spiel.

„Das war unterm Strich gegen Wiefelstede ein ganz, ganz schwacher Auftritt meiner Mannschaft“, nahm Hinrichs kein Blatt vor den Mund. „Nur 70 Prozent reichen eben nicht, jeder muss in jedem Spiel ans Limit gehen, damit wir erfolgreich sein können.“

Dabei hatten die Bockhorner am Sonnabendnachmittag, wie schon bei der 1:3-Niederlage in Rastede, auch zu Hause den Führungstreffer erzielt. Nach einem Foul an Wilke Runkel verwandelte Patrick Degen den fälligen Strafstoß zum 1:0 (14.). Doch statt wenig später das mögliche 2:0 nachzulegen, kassierten die Platzherren praktisch im Gegenzug den Ausgleich durch Sven Van-Laaten (24.).

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„Wir haben uns im Defensivverbund erneut zu amateurhaft angestellt“, ärgerte sich Hinrichs nicht nur über die Entstehung dieses Gegentreffers. „Wir bringen uns durch einfache Fehler immer wieder in die Bredouille, lassen uns zu leicht ausspielen und auskontern.“

Nach der Pause machte BVB-Schlussmann Immo Lammers bei einer von Niklas Stahmer direkt verwandelten Ecke eine äußerst unglückliche Figur – 1:2 (63.). Auch wenn danach im Spielaufbau bei den Gastgebern vieles Stückwerk blieb, versuchte der enorm emsige Patrick Degen im Mittelfeld das Bockhorner Angriffsspiel immer wieder anzukurbeln.

Nachdem er sich über Rechts durchgesetzt hatte, flankte der BVB-Kapitän mustergültig auf den mitgeeilten Kevin Ihmels. Doch dem für den verletzten Wilke Runkel eingewechselten Youngster versagten die Nerven. Er drosch den Ball aus drei Metern ans Lattenkreuz.

„Das wäre der wichtige Ausgleich gewesen – aber wir machen einem so jungen Kerl natürlich keinen Vorwurf“, betonte Hinrichs. „Allerdings muss ich von unseren gestandenen Spielern einfach mehr erwarten“, fügte der BVB-Trainer hinzu, nahm bei seiner Kritik allerdings die gewohnt starken Degen und Christian Tannert aus.

Auch in der Schlussphase offenbarten die Bockhorner immer wieder Schwächen im Abwehrverhalten und in der Rückwärtsbewegung – das wurde bestraft, nachdem Lammers zunächst noch einen gefährlichen Freistoß von Wiefelstedes Zugang Henning Röbke (zuvor Zetel) parieren konnte. Nach einem 40-Meter-Pass, den kein BVBer zu stoppen vermochte, wussten sich die Gastgeber nur noch durch ein Foul zu helfen. Den Elfmeter verwandelte Gäste-Keeper Hergen Gerdes zum 3:1 (85.). In der Nachspielzeit erhöhte Simon Sylvester noch auf 4:1 (90.+2).

„Dass es eine schwere Saison werden würde, war uns allen klar“, erläuterte Hinrichs und strahlte trotz des holprigen Saisonstarts Zuversicht aus. „Die Mannschaft muss sich noch finden, und sie kann es besser. Dazu muss jeder allerdings ab sofort noch mehr tun.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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