Neustadtgödens Nicht „Richter“, sondern freundliche Leiter von Fußballspielen sollen die Unparteiischen des Fußballkreises Friesland sein. So sieht es der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Günter Neumann (Zetel); denn für das Richten gibt es gegebenenfalls das Sportgericht. Nun heißen sie aber eben so – und am Wochenende hatten die Schiedsrichter, genau 100 an der Zahl, ihre Jahreshauptversammlung.

Große Zufriedenheit herrschte dabei, wenn auch auf den Sportplätzen die Tätlichkeiten und Beleidigungen gegen die „Pfeifenmänner“ und „Pfeifenfrauen“ trotz einer vorbeugenden Fair-Play-Arbeitstagung nicht viel weniger geworden sind. Auswirkungen davon sind, dass einige Schiedsrichter im Laufe des Jahres das Handtuch warfen und ihre Pfeifen an den Nagel hängten. Einige Vereine erreichen deshalb das vorgeschriebene Kontingent an Unparteiischen nicht und werden zu zusätzlichen finanziellen Abgaben veranlasst.

Heinz Lange, Vorsitzender des Fußballkreises Friesland, setzte sich dafür ein, den Schiedsrichtern den Rücken zu stärken, ihnen beizustehen und sie zu unterstützen. Vereine sollen dazu beitragen und auf ihre Trainer, Betreuer sowie Zuschauer einwirken.

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Die Schiedsrichter leiteten in der Saison 2014/15 abermals mehr als 2000 Spiele, hieß es. In der Kreisliga wurden an 30 Spieltagen 1043 Verwarnungen ausgesprochen, 72 Gelb-Rote und 39 Rote Karten gezückt. Etwas besser erwies sich die 1. Kreisklasse mit 15 roten Kartons.

Spielberichte der Schiedsrichter werden inzwischen ausschließlich online übermittelt. Fast reibungslos lief der Schiedsrichteraustausch mit den Kreisverbänden Ammerland und Wittmund. „Die Friesländer sind gerngesehen“, betonte Neumann in seinem Bericht.

Auch die in der Kreisliga eingesetzten Gespanne konnten sich sehen lassen. In zwei Nachwuchslehrgängen wurden 38 neue Schiedsrichter ausgebildet. „Leider bleiben davon stets nur sechs oder acht bei der Sache und einsatzfähig“, bedauerte der Ausschussvorsitzende. Robin Melzer und Manuel Kramer (beide Rot-Weiß Sande), der inzwischen auch Schiedsrichterassistent in der Regionalliga ist, sind zurzeit die „Aushängeschilder“. Beide leiten Spiele in der Landesliga.

Lange und Neumann zeichneten Michael Ruf (Heidmühler FC) und Manuel Kramer für ihre Beteiligung an der Aktion „Fair ist mehr“ aus. Urkunden erhielten Wilhelm Bennen (SV Gödens) für 40 Jahre, Tobias Zahn (10 Jahre) und Peter Schindler (50 Jahre, beide Rot-Weiß Sande), der Schiedsrichterbeobachter im Bezirk Weser-Ems ist. Achim Rohde (Schwarz-Weiß Middelsfähr) wurde als „Schiedsrichter der Saison“ geehrt.

Über Veranstaltungen und die Kassenlage berichtete Uwe Schneider (FC Zetel). Höhepunkte waren das Hallenturnier für Kreisauswahlmannschaften in Varel und das Schiedsrichterfest in Upschört. Hinzu kamen ein Skat- und Knobelabend und ein Seniorentreff.

Nach der Entlastung des Ausschusses wurden Günter Neumann, Andreas Kreye, Uwe Schneider, Johann Albers, Dennis Hohmann und Manuel Kramer, der künftig die Schiedsrichteransetzungen der Frauen und Männer allein übernimmt, wiedergewählt. Die neuen Beisitzer Robin Melzer und Tobias Zunker ergänzen den Schiedsrichterausschuss.

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