Handball
Auch Drachen zeigen Friesen Grenzen auf

Wiederum entwickelte das Warnecke-Team zu wenig Gefahr aus dem Rückraum. Nun folgt für die SG ein ganz wichtiges Heimspiel.

Bild: Erik Hillmer
Die Ruhe bewahren und weiter hart arbeiten: Coach Ivo Warnecke (links) versucht von der Bank aus auf seine Schützlinge bei der SG VTB/Altjührden einzuwirken.Bild: Erik Hillmer
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Schalksmühle /Altjührden Zweites Saisonspiel, zweite hohe Niederlage gegen einen übermächtigen Gegner: Für den erneut als krasser Außenseiter angetretenen Drittliga-Aufsteiger SG VTB/Altjührden gab es, wie erwartet, auch am Samstagabend bei der SG Schalksmühle-Halver nichts zu holen. Im Sauerland zog das Team von Trainer Ivo Warnecke bei den SGSH Dragons deutlich mit 21:29 (6:11) den Kürzeren.

Wie schon bei der 21:29-Heimklatsche im Auftaktspiel vor einer Woche gegen Titelaspirant Leichlinger TV war das Hauptmanko der Vareler die fehlende Torgefahr aus dem Rückraum. Hinzu kamen im Duell bei den in dieser Spielzeit als Geheimfavorit auf den Titel in der West-Staffel gehandelten „Drachen“ zahlreiche Zeitstrafen gegen die Gäste. Während die Vareler von den Unparteiischen gleich neun Zwei-Minuten-Strafen aufgebrummt bekamen (teils wegen Undiszipliniertheiten, teils aber durchaus auch umstritten), waren es bei Schalksmühle nur vier.

„Wir werfen einfach zu wenig Tore“, richtete Warnecke den Fokus allerdings voll auf die größte Baustelle beim Aufsteiger: „Die Jungs kämpfen wie die Löwen, doch haben wir weiterhin einfach zu kleine Waffen aus dem Rückraum, um bei einer Spitzenmannschaft in dieser Liga mitzuhalten.“

In der Tat: Wiederum hatte auf den Halbpositionen lediglich Jonas Rohde (4) im rechten Rückraum echte Torgefahr versprüht, während der grippegeschwächte Kevin Langer kaum zum Einsatz kam und sich auf der anderen Angriffsseite der junge Däne Thor Koch Søndergaard im Abschluss abermals noch zu wenig zutraute.

Dennoch konnten die Vareler die Partie vor 220 Zuschauern bis zum 6:8 (27. Minute) einigermaßen offen gestalten, ehe der Favorit in Überzahl zur Pause wieder auf fünf Tore davonzog. Nach Wiederbeginn kam es noch dicker für die Friesen. Über 6:14 (34.), 10:15 (38.) und 10:18 (41.) lagen sie plötzlich im zweistelligen Bereich zurück (13:23/48.).

Das konnten auch die Treffer des diesmal torgefährlichsten Varelers, Linksaußen Patryk Abram (8/2), nicht verhindern. „Er hat ein klasse Spiel gemacht“, lobte Warnecke und rückte weitere positive Aspekte in den Vordergrund: „Auch unsere beiden Spielmacher Dennis Summa und Lukas Brötje haben überzeugt und unsere Außen und Halben immer wieder gut ins Spiel gebracht.“ Nur schlugen Letztere eben viel zu wenig Kapital daraus.

Nun folgt am kommenden Samstagabend (19.30 Uhr) das richtungweisende Heimspiel gegen den VfL Gummersbach II, der ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist und erstmals einen Gegner auf Augenhöhe im Kampf um den Klassenerhalt für die Vareler darstellt. Um einen totalen Fehlstart zu vermeiden (danach geht es schon wieder zum nächsten Titelfavoriten nach Krefeld), wäre ein Sieg vor heimischer Kulisse natürlich Gold wert.

„Das muss jetzt unser Spiel werden“, betonte Warnecke und stieg schon am Sonntagmittag in die Videoanalyse der Gummersbacher ein: „Ein Sieg wäre nicht nur für das Selbstvertrauen meiner Spieler, vom dem ich keinen einen Vorwurf mache, klasse!“

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