Sande Den imaginären vierten Stern auf dem Trikot haben sich die Akteure des Kreises Osnabrück Land beim traditionsreichen Hallenfußball-Turnier für Schiedsrichter-Auswahlteams in Sande verdient. Nach insgesamt siebenstündiger Spielzeit am Falkenweg hatten sich die Osnabrücker durch einen 4:3-Erfolg nach Siebenmeterschießen gegen die Mannschaft Jade-Weser-Hunte 1 (Region Wilhelmshaven) durchgesetzt und damit zum vierten Mal in der 40-jährigen Turniergeschichte den Siegerpokal gesichert.

Nach der regulären Spielzeit hatte es im spannenden und sehr ausgeglichenen Finale 2:2 gestanden. Danach hielt der von allen Mannschaften und Schiedsrichtern zum besten Torwart gewählte Stefan Bertke den Turniersieg für die Osnabrücker fest.

Viele Ehrengäste

Prominente Gäste aus Politik und Sport waren beim 40. Hallenturnier für Schiedsrichter-Auswahlmannschaften vor Ort: darunter Olaf Lies (niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Bauen), Landrat Sven Ambrosy, Stephan Eiklenborg (Bürgermeister der Gemeinde Sande) sowie Dieter Ohls (Vorsitzender des NFV-Bezirkes Weser-Ems), Bezirksschiedsrichterobmann Georg Winter und Manfred Walde (Vorsitzender des NFV-Großkreises Jade-Weser-Hunte).

Der beste Torschütze des Turniers musste durch ein Siebenmeter-Schießen ermittelt werden. Mirko Scheltwort (JWH 3) und Mehmet Kilinc (JWH 1) hatten beide 6 Tore erzielt. Am Ende entschied Scheltwort das Duell für sich und nahm somit den Pokal für den besten Torjäger in Empfang.

Beide Finalisten hatten in der Vorrunde ihre Gruppen souverän gewonnen. Den zweiten Platz hinter Osnabrück Land belegte in Gruppe A die von Hartmuth „Pico“ Abrahams trainierte Mannschaft JWH 2 (Region Friesland). In Gruppe B setzte sich JWH 1 aus der Jadestadt ungeschlagen vor dem zweimaligem Titelverteidiger Osnabrück Stadt durch.

Die „friesische“ Auswahl gewann das kleine Finale, das vom Siebenmeterstrich entschieden wurde, mit 3:2 gegen Osnabrück Stadt und kam somit nach längerer Zeit mal wieder als Dritter auf das Siegertreppchen. Fünfter wurde JWH 4, gefolgt von Ostfriesland 2, JWH 3, Cloppenburg, JWH 5 und Ostfriesland 1.

Dass es sowohl in der Vor- als auch in der ausgeglichenen Endrunde fair zuging, war auch ein Verdienst der ruhig und souverän agierenden Schiedsrichter Tom Leon Bender (Heidmühler FC), Janek Wolf (Eintracht Sengwarden) und Benedikt Schröder (TuS Ekern). „Sie hatten auf jede Härte oder aufkommende Diskussion die richtige Antwort und schreckten bei Bedarf auch nicht davor zurück, ihren Kollegen eine zweiminütige Denkpause zu verordnen – auch wenn dies nur ein einziges Mal der Fall sein musste“, lobte Dennis Hohmann, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des gastgebenden NFV-Großkreises Jade-Weser-Hunte.

Derweil würdigten die Ehrengäste beim Turnier allgemein das Engagement aller Unparteiischen an der Pfeife. „Ich finde es klasse, dass die Schiedsrichter mit großer Leidenschaft für den Fußball unterwegs sind“, betonte etwa der aus Sande stammende niedersächsische Umweltminister Olaf Lies: „Es ist ein bisschen mehr Gelassenheit und mehr Respekt für ihre gefällten Entscheidungen angesagt. Danke für die Arbeit, ohne euch würde es keinen Fußball geben. Macht weiter so.“

Frieslands Landrat Sven Ambrosy sagte: „Die Schiedsrichter haben eine Vorbildfunktion und stehen für Fairness, die immer weiter in den Hintergrund tritt. Schiedsrichter stehen dafür ein, dass die Regeln auch eingehalten werden. Sie sind zudem Vorbilder für die Gesellschaft. Danke an euch, die ihr das auch ehrenamtlich macht.“

Unterdessen dankte der Bezirksschiedsrichterobmann Georg Winter den Organisatoren: „Dass hier seit 40 Jahren ein Turnier auf die Beine gestellt wird, hat meinen Respekt.“ Er wünschte den Schiedsrichtern für die zweite Halbserie nach der Winterpause viel Erfolg. Bislang habe es kaum Spielausfälle gegeben. „Wir haben im letzten Jahr jedoch rund 100 Schiedsrichter verloren und brauchen jeden Mann“, ergänzte Winter: „Wir müssen auch für die Schiedsrichter etwas tun, die noch dabei sind.“


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