Sande Gleich zwei Rechnungen haben die Jadehaie noch offen mit dem Hamburger SV. Schließlich haben die Rautenträger aus der Hansestadt bislang als einzige Mannschaft der aktuellen Saison in der Eishockey-Regionalliga Nord das Kunststück fertig gebracht, den ECW Sande zu besiegen. Und das gleich zweimal, wenn auch beide Male in schwer umkämpften Begegnungen jeweils erst nach Verlängerung (1:2, 4:3).

Nun wollen die als Aufsteiger so furios in die Spielzeit gestarteten Jadehaie den Spieß umdrehen und im dritten Anlauf endlich die Nase vorn haben. „Das wäre natürlich klasse, und wir werden dafür richtig Gas geben – motiviert sind wir ohnehin in jedem Spiel“, betont ECW-Kapitän Nick Hurbanek. Anbully im Topspiel des Wochenendes ist am Samstagabend um 19.30 Uhr in Sande.

Die Hamburger, die am Freitagabend zunächst vor heimischer Kulisse gegen die Weserstars Bremen gefordert sind, haben sich mit vier Siegen in Folge und 19 Punkten bis auf den dritten Platz vorgearbeitet. Sie sind zudem ärgster Verfolger der Jadehaie, da der punktgleiche EC Nordhorn (19) schon zwei Spiele mehr absolviert hat als der ECW und der HSV. Die Jadehaie führen das Klassement mit 23 Zählern an.

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Während die Hausherren von Coach Sergey Yashin den zweitbesten Angriff (38 Tore) und nach Gegentreffern (14) klar die beste Abwehr der Nordstaffel stellen, verfügen die Elbstädter über den Stand Donnerstag drittbesten Sturm (34) und die zweistärkste Verteidigung (30). Viel mehr Spitzenspiel geht also nicht.

„Die Hamburger wurden schon vor der Saison nicht zu Unrecht als Geheimfavorit gehandelt“, erklärt Hurbanek: „Sie spielen gutes Hockey, sind sehr lauffreudig und spielstark“, fügt er hinzu: „Wir können uns als Aufsteiger mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf allerdings ja auch nicht beklagen.“ Mit anderen Worten: Es dürfte auch bei der dritten Auflage dieses Duells sehr eng auf dem Eis zugehen.

Dabei werden die Hamburger mit viel Selbstvertrauen an die Jade reisen. Schließlich kommt das Team von Interimscoach Marcel Schlode als frisch gebackener Gewinner des Nordpokals nach Sande. Zwar war der HSV im Pokal zuletzt in Overtime dem Adendorfer EC unterlegen, profitierte tags darauf aber von der Schützenhilfe des Landesligisten CE Timmendorfer Strand, der wiederum den AEC überraschend nach Penaltyschießen bezwang.

Sicher fehlen wird aufseiten des ECW Sande an diesem Samstag unterdessen der ortsabwesende Pierre Rene Runge. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ján Holiga, der sich beim 5:2-Sieg gegen die Weserstars eine Schulterverletzung zugezogen hat und noch nicht wieder trainieren konnte.

Nicht mehr zum ECW-Kader zählen Arturs Pantelejevs und Sebastian Sobczak. Beide Youngster wechseln zur U 20 des REV Bremerhaven und wollen dort versuchen, mehr Spielpraxis zu sammeln. „Schade, dass sie den für sie einfacheren Weg gewählt haben, statt weiter den Konkurrenzkampf bei uns zu suchen“, sagt Hurbanek: „Ob der einfache immer der gute Weg ist, wird sich zeigen. Wir wollten ihnen aber keine Steine in den Weg legen.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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