Sande Revanche nehmen für die bislang einzige sportliche Saisonniederlage wollen die Eishockeyspieler des amtierenden Nord-Meisters ECW Sande an diesem Samstagabend im heimischen „Haifischbecken“. Schließlich haben die Jadehaie dort an der Weserstraße ab 19.30 Uhr die Salzgitter Icefighters zu Gast, gegen die das Team von Coach Sergey Yashin vor gut drei Wochen mit 3:5 den Kürzeren gezogen hat.

„Das war im Hinspiel nicht so doll und wollen wir jetzt natürlich besser machen“, betont ECW-Kapitän Nick Hurbanek: „In Salzgitter hat uns vor allem die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss gefehlt. Zudem haben die Icefighters ein gutes Powerplay gespielt. Da müssen wir diesmal ein bisschen disziplinierter auftreten, um zu viele Unterzahlsituationen zu vermeiden.“

Während Ludwig Synowiec seine Sperre aus dem Salzgitter-Spiel beim 14:1-Kantersieg gegen die Harsefeld Tigers abgesessen hat und wieder zur Verfügung steht, wird Ivan Rohac das Haie-Trikot gar nicht mehr überstreifen. Aus privaten Gründen hat der robuste Stürmer den ECW Sande verlassen. Ein Nachfolger wurde aber bereits gefunden – fraglich ist nur, wie schnell die Transferkarten- und Passangelegenheiten über die Bühne gehen und der Neuzugang bereits im Heimspiel gegen Salzgitter debütieren kann.

Die frei gewordene Kontingentstelle von Rohac übernimmt Dmytro Demianiuk. Der 31-jährige Ukrainer hat in den vergangenen fünf, sechs Jahren in Polen Eishockey gespielt. „Er hat einen guten Eindruck gemacht und steht gut im Saft, braucht aber natürlich noch Zeit, um ins Team und in die Abläufe reinzukommen“, erläutert Hurbanek. Dabei kann Demianiuk sowohl als Stürmer, als auch in der Verteidigung eingesetzt werden.

Während die Jadehaie am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, mühten sich die Salzgitter Icefigthers zu einem 4:3-Arbeitssieg vor heimischer Kulisse gegen Schlusslicht Harsefeld, das der ECW Sande eine Woche zuvor noch mit einem Schützenfest deklassiert hatte.

Gegen Salzgitter waren auf Harsefelder Seite allerdings erstmals sechs Verstärkungen aus der „Konkursmasse“ des zurückgezogenen Adendorfer EC mit von der Partie. Zudem haderte Icefighters-Coach Radek Vit mit der Chancenverwertung seines Teams.

Vor dem Wiedersehen mit dem ECW Sande gibt sich Vit nun angriffslustig. „Wir wollen natürlich erneut gewinnen, aber uns ist auch bewusst, dass es nicht einfach wird“, sagt der Stahlstädter Trainer: „Sande spielt auf einer kleineren Eisfläche, da müssen wir uns wieder drauf umstellen. Das wird extrem anspruchsvoll.“

Einen erneut anspruchsvolle Aufgabe sieht indes aufseiten des ECW auch Hurbanek auf sich und seine Mitspieler zukommen. „Wir kennen einen Großteil der Mannschaft schon aus dem Vorjahr, das wird nicht einfach gegen ein gutes und laufstarkes Team“, erklärt der Kapitän.

Derweil ist bei diversen Spendenaktionen des ECW Sande zugunsten des schwer verunglückten HSV-Spielers Tjalf Caesar die stolze Summe von 10 000 Euro zusammengekommen. „Der gesamte Erlös kommt jetzt der Familie von Tjalf zugute“, betont der ECW-Fanbeauftragte Michael Scarlatescu. Die Einnahmen sollen dabei helfen, die teuren Behandlungen zu finanzieren.

Tjalf Caesar hatte sich – wie berichtet – im Spiel des Hamburger SV am 26. Oktober in Sande nach einem Sturz mit dem Kopf voran in die Bande einen Genickbruch zugezogen. Er ist seit dem tragischen Unfall vom Hals abwärts gelähmt und wird beatmet.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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