Sande Voll zurück in der Erfolgsspur sind die Eishockey-Spieler des ECW Sande. Denn besser hätte das Wochenende für den Nord-Meister in der Endrunde der Regionalligen Nord und Ost nicht laufen können. Zum einen landeten die gegenüber der Vorwoche stark formverbesserten Jadehaie vor heimischer Kulisse einen 8:1 (1:0, 2:1, 5:0)-Kantersieg gegen Ost-Vizemeister FASS Berlin. Zum anderen patzte fast zeitgleich der EC Nordhorn trotz Heimvorteils vor der Rekordkulisse von 1363 Zuschauern (bei freiem Eintritt) überraschend gegen Tornado Niesky. Der Ost-Dritte hatte in der Schlussminute zum 3:4 (1:2, 0:1, 2:1)-Endstand getroffen.

Kiebitze in Sande

Nichts dem Zufall überlassen will der große Titelfavorit Schönheider Wölfe im Kampf um die Nord/Ost-Meisterschaft in der Verzahnungsrunde. So hatte der souveräne Ost-Meister aus dem Erzgebirge am Samstag eigens Spielbeobachter in die Sander Eishalle an der Weserstraße entsandt und ein Video vom Heimspiel der Jadehaie erstellen lassen, um deren Spielweise für ein mögliches Duell im Playoff-Finale besser analysieren zu können.

Die Schönheider setzten sich am Sonntag mit 5:1 (0:1, 4:0, 1:0) bei Verfolger Salzgitter Icefighters durch. Es war der vierte Sieg im vierten Spiel der Gruppe B.

Es war die erste Endrunden-Niederlage des Nord-Vierten aus der Grafschaft Bentheim, bei dem die Sander im Hinspiel nicht minder überraschend mit 4:8 unter die Kufen gekommen waren. Am nächsten Sonnabend, 9. März, kommt es nun zum vielleicht schon vorentscheidenden Gipfeltreffen in Gruppe A zwischen Sande (9 Punkte) und Nordhorn (6). Anbully ist dann wieder um 19.30 Uhr im Haifischbecken.

Dort waren am Samstagabend 789 Eishockey-Fans voll auf ihre Kosten gekommen. Denn das Team von ECW-Coach Sergey Yashin und der Freie Akademische Sportverein Siegmundshof (FASS) Berlin lieferten sich ein enorm temporeiches Duell, in dem die Gastgeber erst im letzten Drittel dank fünf Treffern enteilen konnten.

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„Wir haben die richtige Reaktion auf die beiden vorherigen Spiele gezeigt und uns die Tore sehr gut erarbeitet“, lobte ECW-Kapitän Nick Hurbanek: „Gleichwohl ist das Ergebnis am Ende etwas zu hoch ausgefallen und spiegelt nicht die ebenfalls gute Leistung der Gäste wider.“

In der Tat präsentierten sich die Bundeshauptstädter im kleinen Friesland läuferisch sehr stark und setzten immer wieder auf aggressives Forechecking, um schon die Sander Verteidiger unter Druck zu setzen. Doch fanden Yashin und seine Schützlinge darauf die passende Antwort – auch weil die Nordclubs Hamburger SV und Salzgitter Icefighters spielerisch ähnlich ticken. „So waren wir gut darauf eingestellt“, freute sich Hurbanek: „Einer der Schlüssel zum Sieg war, dass wir sehr kompakt in der Defensive gestanden und sicher im Mitteldrittel der Spielfläche agiert haben. Aber sobald sich für uns eine Chance in der Offensive ergeben hat, haben auch wir den Gegner aggressiv unter Druck gesetzt.“

Statistik

Endrunde Regionalligen Nord und Ost

ECW Sande - FASS Berlin 8:1 (1:0, 2:1, 5:0)

Tore 1:0 Mundt (6.), 1:1 Noack (29.), 2:1 Boon (30.), 3:1 Rohac (35.), 4:1 Rohac (44.), 5:1 Hvorostinins (45.), 6:1 Hvorostinins (49.), 7:1 Sivak (57.), 8:1 Maier (59.).

Strafen Sande 14 + 10 Piskunovs (20.) + 10 Mundt (46.) + 10 Sivak (57.) – Berlin 14 + 10 Topfstedt (46.) + 10+10 Eickmann (60./für nächstes Spiel gesperrt).

Zuschauer 789.

Nächste Spiele, Gruppe A Tornado Niesky - FASS Berlin (Sonnabend, 18.30 Uhr), ECW Sande - EC Nordhorn (Sonnabend, 19.30 Uhr, Eishalle Westerstraße)

Gruppe B Chemnitz Crashers - Hamburger SV (Sonnabend, 17 Uhr), Schönheider Wölfe - Salzgitter Icefighters (Sonnabend, 19.30 Uhr).

Im Anfangsdrittel hatte Johannes Mundt die Sander mit 1:0 in Führung gebracht. Im zweiten Durchgang glichen die Weddinger durch Luis Noack aus (29.). Doch nur eine Minute später sorgte ECW-Routinier Peter Boon für das 2:1 (30.), ehe Ivan Rohac auf 3:1 erhöhte (35.). Im Schlussdrittel schraubten Rohac (44.), Torjäger Vitalijs Hvorostinins (45., 49.), Lubomir Sivak (57.) und Tim Maier die Führung gar auf 8:1 (59.). Bemerkenswert: Der letzte Treffer war in doppelter Unterzahl gefallen.

„Überhaupt war unser Unterzahlspiel sehr gut“, lobte Hurbanek. Deutlich Luft nach oben sieht er indes im Überzahlspiel: „Da müssen wir einen Zahn zulegen und in Zukunft mehr Kapital draus schlagen. Denn das kann in ganz engen Partien spielentscheidend sein.“ Vielleicht ja sogar schon am kommenden Sonnabend im nächsten „Endspiel“ gegen Nordhorn.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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