Sande Ein Wechselbad der Gefühle haben die Eishockeyspieler des ECW Sande am kräftezehrenden Doppelspieltag binnen 26 Stunden durchlebt. So gab es in der Endrunde der Regionalligen Nord und Ost für die Jadehaie am Freitagabend bei der 4:8 (2:1, 2:5, 0:2)-Niederlage beim EC Nordhorn einen Dämpfer für die Playoff-Ambitionen des Nord-Meisters. Immerhin zeigte das Team von ECW-Coach Sergey Yashin nach der Rückkehr von der Pleite in der Grafschaft Bentheim, einer kurzen Nacht sowie knapp neunstündigen Anfahrt nach Sachsen im Duell beim Ost-Dritten Tornado Niesky eine Reaktion. Die Sander siegten in der Oberlausitz klar mit 8:2 (0:0, 3:1, 5:1).

Dennoch fiel die Bilanz nach der Rückkehr Sonntagfrüh um 5.30 Uhr äußerst ernüchternd aus. „Mit diesem Wochenende können wir nicht zufrieden sein“, bilanzierte Nick Hurbanek, ECW-Kapitän und Sportlicher Leiter: „Es gab in den vergangenen Monaten viel Lob, aber diesmal haben wir die Vorgaben unseres Trainers leider absolut nicht erfüllt.“

Statistik

Endrunde Regionalliga Nord und Ost

EC Nordhorn - ECW Sande 8:4 (1:2, 5:2, 2:0)

Tore 1:0 Berezhnoi (9.), 1:1 Sobczak (11.), 1:2 Sivak (19.), 2:2 Zvirbulis (22.), 3:2, 4:2 Bogdziul (23., 27.), 5:2 van Bethem (30.), 6:2 Berezhnoi (35.), 6:3 Sivak (37.), 6:4 Koubenski (38.), 7:4 Nomanovas (53.), 8:4 Berezhnoi (58.).

Strafminuten 12 Nordhorn – 14 Sande.

Zuschauer 387.

 Tornado Niesky - ECW Sande 2:8 (0:0, 1:3, 1:5)

Tore 0:1 Piskunovs (24.), 1:1 Domula (28.), 1:2 Piskunovs (30.), 1:3 Mundt (37.), 1:4 Maier (41.), 1:5 Hvorostinins (45.), 1:6 Koubenski (46.), 2:6 Frömter (51./Penalty), 2:7 Runge (52.), 2:8 Sivak (57.).

Strafminuten 16 Niesky – 16 Sande.

Zuschauer 450.

Nächste Spiele EC Nordhorn - Tornado Niesky (Sonnabend, 19 Uhr), ECW Sande - Fass Berlin (Sonnabend, 19.30 Uhr, Eishalle Weserstraße).

Dabei wollte der grippegeschwächte Hurbanek die Reisestrapazen (insgesamt 1700 Fahrtkilometer) oder Ausfälle von Leistungsträgern wie Vladislavs Balakuns (verhindert) und Peter Boon (Arbeit) nicht als Ausrede gelten lassen: „Wenn wir den Weg ins Playoff-Finale schaffen wollen, müssen wir in den nächsten Spielen wieder eine deutlich bessere Leistung bringen!“

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Doch der Reihe nach: Beim Duell gegen den Nord-Vierten aus Nordhorn, den die Sander zuvor in der Hauptrunde in vier Spielen viermal besiegt hatten, waren die Gäste zwar mit 0:1 (9. Minute) in Rückstand geraten. Doch sorgten Dominik Sobczak (11.) und Lubomir Sivak (19.) noch im ersten Drittel für die vermeintliche Wende. „Da haben viele von uns wohl gedacht, es wird auch diesmal wieder für uns laufen – aber das war ein Fehler“, erläuterte Hurbanek.

Denn im Mitteldrittel legten die Nordhorner einen 5:0-Lauf aufs Eis und führten nach 35 Minuten plötzlich mit 6:2. „Wir haben vom Torwart über die Abwehr bis hin zu den Stürmern alle einen schwachen Tag erwischt, bei weitem nicht unser bestes Eishockey gespielt und viel zu einfache Gegentore zugelassen“, bemängelte Hurbanek.

Dennoch keimte nach den Toren von Sivak (37.) und Viatcheslav Koubenski (38.) zum 6:4 noch einmal Hoffnung auf. So drückten die Gäste im letzten Drittel auf den Anschlusstreffer zum 5:6, kassierten stattdessen nach einem Konter der formstarken Nordhorner jedoch das 4:7 (53.) – die Vorentscheidung. Hurbanek: „Eine ärgerliche Niederlage!“

Tags darauf stimmte gegen die lediglich mit elf Feldspielern angetretenen Gastgeber aus Niesky zwar das Endergebnis aus Sander Sicht. „Doch auch dort lief es absolut nicht rund bei uns“, bedauerte Hurbanek: „Wir haben versucht, wie beim 10:1-Erfolg im Hinspiel von Beginn an viel Druck zu machen – das hat aber überhaupt nicht geklappt. Wir haben viel zu kompliziert gespielt.“

So eröffnete Sergejs Piskunovs (24., 30.) den Sander Torreigen erst im Mitteldrittel. Weitere ECW-Treffer erzielten Johannes Mundt (37.), Neuzugang Tim Maier (41.), Torjäger Vitalijs Hvorostinins (45.), Koubenski (46.), Pierre-Rene Runge (52.) und Sivak (57.).

Durch den Sieg in Sachsen haben sich die Jadehaie vorerst zwar die Tabellenführung in Gruppe A zurückerkämpft. Die besten Karten auf den Gruppensieg und damit verbundenen Einzug ins Endrunden-Finale gegen den Sieger der Gruppe B, in der Ost-Meister Schönheider Wölfe favorisiert ist, haben aber die noch unbesiegten Nordhorner.

In der Vorbereitung auf das am Samstag (19.30 Uhr) folgende Heimspiel gegen Ost-Vizemeister Fass Berlin dürfte es beim ECW unter der Woche im Training etwas knackiger zur Sache gehen. „Wer Sergey kennt, der weiß, dass der Trainer uns schon klar vor Augen führen wird, was am Wochenende so alles falsch war“, sagt Hurbanek. Und ein kleiner Tritt in den Hintern sei durchaus nicht unverdient.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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