Sande Mit zwei Siegen binnen 48 Stunden haben die Eishockeyspieler des ECW Sande drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde das Tor zum Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga Nord weit aufgestoßen. Am Freitagabend setzten sich die ersatzgeschwächten Jadehaie in einer umkämpften Partie auf hohem Niveau mit 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) beim EC Nordhorn durch. Am Sonntagabend ließ das Team von Trainer Sergey Yashin – trotz erneut kleiner Besetzung – vor 681 Zuschauern im „Haifischbecken“ einen 3:1 (3:0, 0:1, 0:0)-Erfolg gegen Schlusslicht Adendorfer EC folgen.

Eishockey

Regionalliga Nord

EC Nordhorn - ECW Sande 2:4 (1:0, 0:2, 1:2)

Tore 1:0 Nomanovas (19.), 1:1 Boon (25.), 1:2 Sivak (29.), 1:3 Hurbanek (51.), 2:3 Bogdziul (59.), 1:4 Boon (60.).

Strafminuten Nordhorn 12 – Sande 10.

Zuschauer 412.

ECW Sande - Adendorfer EC 3:1 (3:0, 0:1, 0:0)

Tore 1:0 Hvorostinins (18.), 2:0 Sivak (20.), 3:0 Koubenski (20.), 3:1 Kulabukhov (39.).

Strafminuten Sande 4 – Adendorf 10.

Zuschauer 681.

Nächstes Spiel Salzgitter Icefighters - ECW Sande (Sonntag, 18 Uhr).

Aber der Reihe nach: Angetreten ohne die für ein Spiel gesperrten Sergejs Piskunovs und Dominik Sobczak sowie weitere Leistungsträger wie Vladislavs Balakuns, waren die Sander Spieler am Freitag in der Grafschaft Bentheim gegen Ende des ersten Drittels durch einen abgefälschten Schuss des lettischen ECN-Neuzugangs Danielius Nomanovas mit 0:1 in Rückstand geraten (19. Minute).

Im zweiten Abschnitt drehten die Gäste das Blatt durch Treffer von Peter Boon (25.) und Lubomir Sivak (29.) und führten vor dem Schlussdrittel mit 2:1. Dort ging es vor 412 Zuschauern, die rassiges Eishockey zu sehen bekamen, weiter hin und her.

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Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte der diesmal als Mittelstürmer aufgebotene ECW-Kapitän Nick Hurbanek mit dem 3:1 in Überzahl (51.). „Dieser Treffer war enorm wichtig für uns“, freute er sich.

In der Schlussphase der temporeichen Partie setzten die Nordhorner alles auf eine Karte, nahmen ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus und kamen von der blauen Linie per Schlagschuss von Daniel Bogdziul, bei dem Sandes starkem Goalie Nikolajs Zurkovs die Sicht versperrt war, in der vorletzten Minute tatsächlich zum 2:3-Anschlusstreffer (59.).

Doch die Antwort der Jadehaie folgte postwendend: Nach schnellem Scheibengewinn sorgte Boon für den Siegtreffer ins verwaiste Nordhorner Gehäuse (60.).

„Die talentiertere Mannschaft war am Freitag die der Nordhorner – keine Frage“, bilanzierte Hurbanek: „Aber ich muss ein großes Lob an unser Team aussprechen: Wie dort jeder mit Herz und ganz viel Leidenschaft zur Sache gegangen ist, das war einfach richtig klasse. Zudem haben wir sehr clever gespielt.“

So verstand es Sande in der Verteidigung, die ECN-Angreifer nach Außen zu drängen, sodass deren vielen Fernschüsse meist sichere Beute von Zurkovs waren. „Was die klaren Chancen beider Teams angeht, war es ausgeglichen“, betonte Hurbanek: „Auch wir hatten vier, fünf Hochkaräter bei Alleingängen, etwa von Vitalijs Hvorostinins, oder bei 2:1-Situationen.“

So zeigte sich der Haie-Kapitän nicht nur über den 13. Saisonsieg hocherfreut. „Aus solch einem Spiel kann man viel für die Playoffs mitnehmen – vor allem wie man sich auswärts verhalten muss: clever spielen sowie mit vollem Einsatz und ganz viel Herz.“

Am Sonntag im Heimspiel gegen die „Heidschnucken“ aus Adendorf fehlten den Jadehaien unter anderen die erkrankten Erik Hinken, Alexander Josch, Vitali Janke, Marcel Struck sowie erneut Balakuns. Immerhin durften die Stürmer Piskunovs und Sobczak wieder mitwirken. Auch die Gäste, die dem ECW Ende Dezember die bislang einzige Saisonniederlage nach regulärer Spielzeit zugefügt hatten, vor einer Woche beim Tor- und Strafenfestival daheim aber chancenlos waren (1:9), plagten personelle Nöte.

Mit einem Dreierpack brachten Hvorostinins (18.), Sivak (20.) und Viatcheslav Koubenski (20.) diesmal die Sander im ersten Drittel auf Kurs. Im zweiten Abschnitt verkürzte der Gast aus der Lüneburger Heide durch Kapitän Vadim Kulabukhov auf 1:3 (39.). Im Schlussdrittel fielen keine weiteren Treffer.

Der ECW Sande führt die Tabelle nun mit 44 Punkten vor dem Hamburger SV (35) an. Der HSV gewann am Sonntag erst nach Verlängerung mit 5:4 gegen Salzgitter, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als die Jadehaie.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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