Altjührden Es kam wieder so, wie es kommen musste: Die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden waren am Samstagabend bei der 29:41-Niederlage gegen den Tabellenvierten VfL Potsdam chancenlos. Die Unterstützung von 287 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden sowie 14 Treffer von Oliver Staszewski reichten nicht aus, um etwas Zählbares in der Heimat zu behalten. Der Rumpfkader der Gastgeber gab kämpferisch alles, konnte dem schnellen Spiel der Berliner aber nur 30 Minuten lang standhalten. „60 Minuten dieses hohe Tempo zu halten, dazu sind wir einfach nicht in der Lage“, resümierte ein mächtig bedienter SG-Trainer Andrej Staszewski.

Ohne Max Wiedenmann (Zehenbruch), Tom Wiedenmann (Atmungsprobleme) und Helge Janßen (Achillessehnenbeschwerden) angetreten, boten die Vareler dem hohen Favoriten aus Potsdam zunächst Paroli. Allen voran Trainersohn Oliver Staszewski, der mit einer Achillessehnenreizung auflief, brillierte im Angriff und war von der VfL-Abwehr kaum zu stoppen. Mit neun Treffern allein in Hälfte eins hielt er sein Team bis zum Pausenstand von 16:19 noch im Spiel.

Die Vareler Abwehr hingegen präsentierte sich wie ein löchriger Schweizer Käse. Ein Abwehrbollwerk vergangener Zeiten war nicht zu erkennen. Dass man den bisherigen Potsdamer Top-Torschützen Julius Dierberg mit nur drei Feldtoren gut im Griff hatte, reichte bei weitem nicht aus. Manche SG-Spieler waren mit dem schnellen Kombinationsspiel der Gäste schlicht überfordert.

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Zudem wurde SG-Kreisläufer Fabian Hartwich bereits in der 6. Minute bei einem Angriff so unsanft gestoppt, dass er eine schmerzhafte Rückenprellung erlitt und fast die Hälfte der ersten 30 Minuten in der Kabine behandelt werden musste. Anschließend biss Hartwich zwar auf die Zähne, doch die Verletzung behinderte ihn doch mächtig.

Während Oliver Staszewski alles gab, blieb Varels slowakischer Nationalspieler Marek Mikeci hinter die in ihn gesteckten Erwartungen zurück. Der 30-jährige Linkshänder kam in der Offensive nicht wie gewohnt zum Zug, hatte mit drei Latten- und Pfostentreffern zudem noch großes Pech.

Nach seinem dritten von fünf Treffern zum 17:19 kurz nach Wiederanpfiff keimte noch einmal kurz Hoffnung bei der SG auf, doch anschließend zogen die Potsdamer unaufhaltsam Tor um Tor davon. VfL-Rechtsaußen Nils Gugisch machte es den Gastgebern mit seinen zehn Treffern vor, wie man von Außen Tore erzielt. Mitte der zweiten Hälfte waren die Vareler mit ihren Kräften völlig am Ende. Letztlich stand ein auch in der Höhe verdienter 41:29-Sieg für Potsdam zu Buche.

„Unsere Abwehr hat die Torhüter alleine gelassen. Die Leistung in der Defensive war eine Katastrophe. Mit 29 Treffern im Angriff kann man zufrieden sein“, erklärte Staszewski. Sein Gegenüber, VfL-Trainer Jens Deffke, sagte nach der Partie: „Wir wollten die schwierige Situation in Altjührden mit unserem Tempospiel gestalten und nutzen. In Halbzeit eins haben wir noch Schwierigkeiten gehabt. Ich freue mich, dass wir die Punkte mitnehmen können.“

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