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Bassens /Hooksiel Man nannte sie die „Roten Teufel“ der Rennbahn: Fritz und Johann Ortgies aus Bassens. Diesen beiden Pferdesportgrößen aus dem Nordjeverland ist an diesem Mittwoch, 5. August, beim 3. Renntag des Hooksieler Rennvereins das Eröffnungsrennen gewidmet. Das „Fritz- und Johann-Ortgies-Erinnerungsrennen startet um 18.10 Uhr.

Die beiden Bassenser, Vater Johann Ortgies und Sohn Fritz, galten in den 1950er Jahren auf allen Rennplätzen der Region als Favoriten und standen bei den Wetten an vorderer Stelle. Ob im Sulky oder auf dem Traber: Kennzeichen von Johann Ortgies und Sohn Fritz waren ihre auffällige Kleidung: Rote Samtjacke und rote Kappe – daher ihr Name „Rote Teufel“.

„Dieter“ unschlagbar

Nach dem Tod von Johann Ortgies 1962 hat Früsmer Ortgies noch einige Rennen mit dem Pferd „Kobold“ seines Großonkels Johann zusammen mit seinem Onkel Fritz gefahren. „Das Oldenburger Pferd ,Dieter‘, ein Warmblüter, galt in den 50er Jahren mit Fahrer Johann Ortgies als unschlagbar auf den Rennplätzen, auch in Cloppenburg Vechta und Garrel“, berichtet Früsmer Ortgies von damals.

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Doch mit der Motorisierung der Landwirtschaft verlor der Pferdesport im Oldenburger Land an Bedeutung, erklärt Früsmer Ortgies: Denn die Gespann- und Reitpferde waren zugleich auch die Arbeitspferde in der Landwirtschaft. „Sportpferde wurden in den wenigsten Ställen der Bauernhöfe vorgehalten“, so Ortgies. Trainiert wurde nach der Arbeit oder in der Mittagsstunde für das am Sonntag anstehende Turnier.

In Rastede nahmen an den Veranstaltungstagen damals bis zu 12 000 Zuschauer am Geschehen teil. Und überall waren die Nordjeverländer als respektable Reiter und Fahrer anerkannt. In Jever startete der Jeverländer Rennverein nach 16 Jahren Unterbrechung 1952 sein erstes Rennen. Bis Anfang der 1960er Jahre war der Platz beim Grashaus das Mekka der Pferdesportbegeisterten – und von überregionaler Bedeutung. So wie in Jever waren auch bei Rennen in Sillenstede und Dangast mehr als 7000 Zuschauer keine Seltenheit.

Legendäre Zeiten

Zu den bekannten Trabergrößen wie Johann und Fritz Ortgies gehörten aus der Region Willi Strangmann (Langewerth), Hans de Wall (Groß Holum), Hermann Troff (Bingum), Hermann Harms (Friedeburg-Hesel) und Frerich Eilts (Funnix).

Auch der Hooksieler Rennvereins-Präsident Günther Lühring erinnert sich gerne an die große Zeit der Rennerfolge der Fahrer aus dem Nordwesten zurück: „Wir haben damals bahnmüde Pferde auf den großen Rennbahnen gekauft, haben sie auf unseren fetten Weiden aufgepäppelt und dann im Watt trainiert“, erzählt er. So vorbereitet, sorgten die Fahrer aus dem Nordwesten damals auf den großen deutschen Rennbahnen für Furore, weil sie jung und wild drauflosfuhren – und einiges gewannen.

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