FRIESLAND Dass sich Fußballer wegen einer Schlägerei auf dem Sportplatz vor dem Amtsgericht verantworten müssen (siehe NWZ-Ausriss vom 9. Oktober), kommt zum Glück nicht alle Tage vor. Dass sich das Kreissportgericht mit verbaler und auch körperlicher Gewalt auf dem Fußballplatz auseinander setzen muss, gehört dagegen nach Angaben von Michael Ramke inzwischen leider fast zur Tagesordnung.

Ramke von Rot-Weiß Sande ist Vorsitzender des sechsköpfigen ehrenamtlichen Gremiums, dem zudem Dieter Demker (HFC), Hartmut Abrahams (RW Sande), Hans-Dieter Weist (HFC), Walther Horst (TuS Büppel), Artur Janßen (TuS Varel) und Sven Kajdan (TuS Zetel) angehören. Das Gericht tagt in der Regel in der „Waage“ in Neustadtgödens – und befasst sich dort mit Dingen, die beim Fußballsport eigentlich nichts zu suchen haben: Beleidigungen, Anspuckereien, Schläge und sonstige tätliche Angriffe auf Spieler und Schiedsrichter.

Besonders die Beleidigungen nehmen laut Ramke zu. Erschreckend sei dabei, dass junge Schiedsrichter auch in Friesland immer häufiger Opfer von verbalen Attacken werden. Erschreckend sei auch, dass die Täter immer jünger werden. „Da fehlt oft die Vorbildfunktion von Trainern, Betreuern und Eltern“, betont Ramke, der selbst als Funktionär, Schiedsrichter und aktiver Fußballer tätig ist.

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Auch die Schlägerei in Waddewarden, über deren gerichtliches Nachspiel die NWZ am 9. Oktober berichtet hat, hatte vor dem Amtsgericht auch das Kreissportgericht beschäftigt. Bei der Prügelei während einer Kreisklasse-Partie hatte ein 20-jähriger Fußballer aus Waddewarden einen 40-jährigen Kontrahenten nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung krankenhausreif geschlagen. Ramke und seine Kollegen hatten den Täter für ein Jahr gesperrt und auch eine Sperre gegen einen Teamkollegen verhängt. Dass dieser ebenfalls an der Prügelei beteiligt war, hatte sich erst im Verfahren des Kreissportgerichts bei Zeugenvernehmungen herausgestellt.

Interview auf Sport, s. 26

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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