VAREL Gekämpft, gezittert, verloren: Eine bittere 28:32 (11:12)-Niederlage mussten die Oberliga-Handballer der HSG Varel im Heimspiel gegen den TV Schiffdorf einstecken. Nach der vierten Pleite in Folge spitzt sich die Lage für die Mannschaft in der Tabelle immer mehr zu. Und eins kristallisiert sich zunehmend heraus: Dem Team fehlt der Kopf, ein Spieler, der das Spiel in die richtigen Bahnen lenkt, wenn es eng wird.

„Die Niederlage tut weh“, konstatierte HSG-Betreuer Karsten Müller-Kramer nach der sechsten Niederlage in den vergangenen sieben Spielen, durch die das Team nun auch hinter Schiffdorf auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht ist: „Das ist auch ein Stückchen Unerfahrenheit. Der Mannschaft fehlt einfach der Leitwolf. Es wird immer deutlicher, dass es nur mit jungen Leuten sehr schwierig wird in dieser Liga.“

Die Vareler fanden zunächst nur schwer ins Spiel, lagen schnell 0:3 zurück (5. Minute) und liefen diesem Rückstand lange hinterher. Erst nach gut 20 Minuten bekamen sie den Gegner etwas besser in den Griff und kämpften sich bis zur Pause auf 11:12 heran.

Auch nach dem Wechsel bissen sich die Friesländer lange die Zähne daran aus, den Ausgleich herzustellen. Über 12:14 (35.) und 21:23 (50.) erkämpften sich die Vareler in der 52. Minute jedoch endlich den ersehnten Gleichstand, um nach dem 24:24 allerdings gleich wieder den Faden zu verlieren. „Am Ende sind alle Dämme gebrochen“, ärgerte sich Müller-Kramer über die Art, wie die Mannschaft am Ende den möglichen Erfolg aus der Hand gab.

Mit vier Treffern in Folge zogen die Schiffdorfer auf 31:25 davon und brachten den Sieg letztlich unter Dach und Fach. Die Vareler standen dagegen trotz jeweils zehn Treffer von Oliver Staszewski und Uwe Kalski wieder einmal mit leeren Händen da.

Auf Trainer Ralf Koring kommt nun die Aufgabe zu, im Training in dieser Woche „die Moral im Team aufzubauen“, meint Müller-Kramer, der allerdings auch weiß, dass die Aufgaben „in den nächsten Wochen nicht einfacher“ werden. Am kommenden Sonntag gastiert der Tabellenzweite aus Bremervörde in Varel, eine Woche später trifft die HSG-Reserve ebenfalls zu Hause auf die bislang viertplatzierten Cloppenburger. „Wenn nichts grundlegendes passiert“, sieht Müller-Kramer schwarz, „ist da kaum etwas zu holen.“

HSG Varel II: Björn Bröckerhoff, Hendrik LeglerLasse Maaß (2 Treffer), Uwe Kalski (10), Jochen Toepler (5), Max Böger (1), Oliver Staszewski (10/2 Siebenmeter), Sven Ahlers, Thio Remmers, Kai Schildknecht, Philipp Bolte, Mark Schulat.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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