Obenstrohe Peter Mostowski ist ein Urgestein des dörflichen Turn- und Sportvereins Obenstrohe. Nach 21 Jahren als geschäftsführender TuS-Vorstand – elf Jahre als Zweiter und zehn Jahre als Erster Vorsitzender – hat der 57-Jährige nun sein Amt niedergelegt.

Rückblick: Schon als Sechsjähriger hat Mostowski seine sportliche Laufbahn beim TuS begonnen. Dabei war er als aktiver Fußballer an vielen Erfolgen und manchen Niederlagen der Jugend- und Herrenmannschaften beteiligt.

Nach den Spielen saßen die Aktiven früher oft im Obenstroher Hof zusammen, bis dieses Lokal schloss und es keinen Treffpunkt mehr gab. Das bewegte Mostowski sehr. Er machte sich stark für den Bau eines eigenen Vereinsheims. Auch deshalb beendete er seine Fußballer-Laufbahn und lies sich zum Stellvertreter des damaligen Vorsitzenden Udo Ehlers wählen, um seine Intuition zu verwirklichen. Nach einer fünfjährigen Planungs- und Bauzeit stand das neue Vereinsheim auf dem Gelände an der Plaggenkrugstraße.

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„Im Rohbau haben wir noch das 100-jährige Vereinsbestehen gefeiert“, erinnert sich Mostowski. Dabei waren die Mitglieder der Fußballabteilung mit viel Eigenleistung am Bau beteiligt. Der Obenstroher blickt auch dankend auf die Unterstützung durch Stadt und Landkreis zurück. „Schließlich ist das ein solider Bau geworden, es ist keine Bretterbude. Darauf bin ich sehr stolz“, betont er.

2010 übernahm Mostowski den Vereinsvorsitz und begann mit Stellvertreter Holger Katmann das nächste Projekt: eine überdachte Zuschauertribüne auf dem Sportplatz. Diese entstand wiederum durch die Unterstützung der eigenen Vereinsmitglieder.

Die Finanzierung der Bauten belastete die Vereinskasse kaum, denn es wurde auch der Erlös der vom TuS veranstalteten Beachhandball-Turniere in Dangast genutzt. Diese Veranstaltung war vom ehemaligen TuS-Vorsitzenden Wolfgang Busch ins Leben gerufen worden. Über 15 Jahre lang kamen regelmäßig 1000 aktive Beachhandballer und viele Zuschauer an den Strand. „Leider sind die Auflagen für solch ein Sportereignis mittlerweile so hoch geworden, dass wir das Turnier seit einigen Jahren nicht mehr leisten können“, bedauert Mostowski.

Zum Jahreswechsel hat der 57-Jährige nun den Vereinsvorsitz an Katmann und dessen Stellvertreter Andreas Freiheit übergeben. „Schuldenfrei und mit hervorragender Infrastruktur“, freut sich der nun Ex-Vorsitzende und nennt den Grund für seinen Rückzug: „Nach 21 Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit sagte mir mein Bauchgefühl, dass es Zeit ist, das Zepter abzugeben.“

Mostowski war mit Leib und Seele dabei und nannte sich selbst augenzwinkernd „Mister TuS“. Dem Verein wird er nun weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die zurzeit diskutierten Fusionsabsichten der Vareler Sportvereine hält er für übereilt. „Einen Großverein sehe ich in weiter Ferne“, sagt Mostowski. Schließlich seien alle Vereine über 100 Jahre alt, sie würden damit ihre Tradition aufgeben. Besser seien kleinere Schritte, wie Spielgemeinschaften, die es ja teilweise schon gibt.

So sei der Vareler Jugendfußballverein, der von vier Stammvereinen getragen wird, ein gutes Beispiel. Die Jugend-Fußballabteilungen des TuS Büppel, TuS Obenstrohe, TuS Spohle, und TuS Dangastermoor haben durch eine Kooperation dabei ihre D-, C-, B- und A-Jugend-Teams ausgegliedert und sie in einem „Jugendförderverein“ (kurz JFV Varel ) zusammengefasst.

Zum geplanten neuen Sportpark in der Stadt erklärt Mostowski abschließend: „Das ist ein Segen für die Vareler Sportwelt. Schon über zehn Jahre lang spricht man von einen Kunstrasenplatz, und der Sportpark kommt allen Vareler Vereinen zugute.“

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