Obenstrohe /Hamburg Hamburg war für Matthias Schütte eine Reise wert – trotz aller Strapazen und einer echten Hitzeschlacht an der Elbe. „Alter Falter! Das war schon richtig hart“, erklärte der 23-jährige Obenstroher am Donnerstag, vier Tage nach seiner erfolgreichen Teilnahme am Hamburg-Ironman, dem ersten Tag ohne Muskelkater.

Rückblick: „You are an Ironman!“ Als Schütte am Sonntag nach 8:29:37 Wettkampf-Stunden diesen Satz hörte und im Ziel vor Erschöpfung zu Boden sank, waren die vorherigen Anstrengungen für einen kurzen Moment vergessen. „Ich war zwar auch am Montag muskulär noch völlig am Ende, habe den Wettkampf aber gut durchgestanden“, so Schütte.

30 Wochen lang hatte der Obenstroher, der vor Beginn seiner Triathlonvorbereitung Anfang des Jahres erfolgreich auf der Laufstrecke zu finden war, auf diesen Tag hintrainiert (die NWZ berichtete). Neben der regulären Schichtarbeit bei der Papier- und Kartonfabrik Varel, zu der immer auch die Wochenendarbeit gehört, investierte er täglich zwischen drei und sechs Stunden in sein Training. So kamen 300 Kilometer beim Schwimmen, über 5000 Kilometer auf dem Rad und über 1800 Laufkilometer zusammen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In Hamburg zahlte sich dieses harte Training aus. In der Altersklasse 18 bis 24 Jahre bescherte ihm seine Zielzeit einen starken dritten Platz. Unter rund 2000 Finishern belegte Schütte damit zugleich den 67. Platz in der Gesamtwertung. „Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und dankbar für die Unterstützung von Familie und Freunden während des gesamten Rennens sowie in der langen, harten Vorbereitung“, betonte Schütte.

Wie vielen anderen Athleten hatte auch Schütte die große Hitze zu schaffen gemacht. „Ich hatte während des Rennens große Mühe, meinen Körper zu kühlen und mich ausreichend zu verpflegen“, sagte der 23-Jährige.

Etwas enttäuscht zeigte er sich – bei allem Verständnis für die Entscheidung – darüber, dass in Hamburg aufgrund von giftigen Blaualgen das Schwimmen in der Alster untersagt worden war und stattdessen ein Duathlon ausgetragen wurde. Statt 3,8 Kilometer Schwimmen, mussten die Athleten somit zu Beginn des Rennens sechs Kilometer laufen, bevor sie 180 Kilometer auf dem Rad und abschließend 42,195 Kilometer auf der Laufstrecke absolvierten.

Andererseits kamen Schüttes Stärken im Laufen und Radfahren so stärker zum Tragen. Für die sechs Laufkilometer benötigte er 23:07 Minuten, die 180 Radkilometer legte er in 4:42:14 Stunden zurück, und den Marathon lief er in 3:16:09 Stunden.

Die Zielzeit reichte in Hamburg zwar noch nicht für die Qualifikation zur WM auf Hawaii im Oktober dieses Jahres, da sich in seiner Altersklasse nur der Sieger qualifizieren konnte. Aber Hawaii bleibt ein großer Traum des ambitionierten Athleten, der zudem auf die Unterstützung von Sponsoren hofft.

Inoffiziell wurde Schütte in Hamburg sogar deutscher Vizemeister. Da er aber keinem Triathlonverein angehört, sondern für die Leichtathletik-Sparte des BV Garrel startet, wurde er in der Wertung für die deutschen Meisterschaften nicht berücksichtigt.

Nun gönnt sich Schütte erst einmal eine kurze Regenerationsphase. Dann beginnt das Training für den Marathon in Berlin. Dieser steht für ihn am 16. September auf dem Programm.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.