Obenstrohe Der freie Fall des TuS Obenstrohe in der Fußball-Bezirksliga geht weiter. Beim favorisierten SV Wilhelmshaven musste sich die seit geraumer Zeit schwächelnde Elf des Trainerduos Rainer Kocks/Marc Bury mit 1:4 (0:3) geschlagen geben. Während die Jadestädter durch den verdienten Heimsieg vorerst an die Tabellenspitze stürmten, rutschten die Obenstroher auf den 13. Platz ab und stehen nun nur zwei Zähler über dem Strich.

„Es läuft in dieser Saison einfach nicht rund für uns. Diesmal haben wir dem Gegner mit zwei eigenproduzierten Fehlern, die zu einem Doppelschlag führten, in die Karten gespielt“, bedauerte Kocks mit Blick auf die beiden Gegentreffer von Marius Presinger (29.) und Ercan Karavul (30.), durch die das TuS-Team nach einer halben Stunde auf die Verliererstraße geraten war: „Dabei haben wir es bis dahin relativ gut gemacht.“

So war der Außenseiter auf tiefem, rutschigem Geläuf im Jadestadion hinten mit einer Fünfer-Kette ins Spiel gegangen. „Wir wollten sie anlaufen lassen, um dann bei Ballgewinnen Platz zum Kontern zu haben“, erklärte Kocks: „Zunächst haben wir auch nur wenige gefährliche Aktionen des SVW zugelassen.“

Das änderte sich mit dem besagten 1:0 von Preisinger. Kaum war der Ball nach dem Anstoß wieder im Spiel, wollten die Gäste das Leder zunächst hinten herum laufen lassen, doch geriet ein geplanter Rückpass eines TuS-Spielers auf Torwart Tim Stahl zu kurz. Ein Wilhelmshavener spurtete dazwischen und bediente den mitgelaufenen Karavul – 2:0. „Das war natürlich richtig bitter“, sagte Kocks: „Solch einen Doppelschlag musst du erst einmal verarbeiten. Zudem hatten wir vor der Pause auch zwei, drei Möglichkeiten, die wir aber leider nicht genutzt haben. Davon hätten wir letzte Saison mindestens einen reingemacht. Es kommt halt momentan eines zum anderen.“

Kurz vor der Pause hieß der SVW-Profiteur im Abschluss Andreas Lorer (43.), als die Obenstroher den Ball im Zentrum nicht richtig geklärt bekamen. „In der Pause draufzuhauen, hätte nicht gebracht“, erläuterte Kocks: „Wir haben uns vielmehr vorgenommen, die Sache nun etwas offensiver anzugehen und wurden dafür belohnt.“ So markierte Janis Theesfeld den 1:3-Anschlusstreffer (64.).

Doch zu mehr reichte es nicht für die seit Wochen ersatzgeschwächten Gäste. Zumal Finn Albertzarth die Flugbahn des Balles nach einem SVW-Freistoß unfreiwillig derart stark veränderte, dass das 4:1 als Eigentor gewertet wurde (77.). Kocks: „Unterm Strich war der SVW besser, griffiger und hatte offensiv einen Plan.“ Nun hat der TuS nur eine Woche Zeit, um sich auf das „Derby der Enttäuschten“ gegen den Heidmühler FC vorzubereiten.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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