Neuenwege Mit einem echten Paukenschlag haben sich die Fußballerinnen des TuS Büppel am Sonntag endgültig den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord gesichert: Nur vier Tage nach dem in Unterzahl erkämpften 2:1-Erfolg im Abstiegsendspiel gegen Schwachhausen stürzten die Friesländerinnen nun ebenfalls auf heimischem Platz den als Spitzenreiter angereisten SV Henstedt-Ulzburg vom Thron. Zugleich haben sie nach dem auch in der Höhe verdienten 7:1 (2:1)-Kantersieg den angepeilten Ligaverbleib vor dem letzten Spieltag sicher. Selbst im Falle von drei Absteigern sind die TuS-Frauen rechnerisch gerettet.

„Wir haben den Gegner auseinander genommen“, jubelte TuS-Coach Marcel Salomo: „Das zeigt, was in dieser Mannschaft steckt, die nach dem Kampfspiel gegen Schwachhausen nun Fußball zelebriert hat.“

Was war passiert? Bereits nach 70 Sekunden hatte Mareike Kregel die von Beginn an gegen den Favoriten frech aufspielenden TuS-Frauen nach schöner Vorarbeit von Annika Fittje in Führung gebracht. Nur fünf Minuten nach diesem Auftakt nach Maß platzte dann bei Christina Müller der Knoten vor dem gegnerischen Tor. Die emsige, aber im Abschluss bis dahin glücklose Stürmerin erhöhte mit ihrem ersten Saisontreffer auf 2:0 (7.).

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Allerdings verkürzte Henstedt-Ulzburg noch vor dem Seitenwechsel durch Judith Knieling auf 1:2 (29.). „Danach hatten wir eine kleine Schwächephase“, analysierte Salomo, der seiner Mannschaft nach dem Pausenpfiff in der Kabine noch einmal die gute Ausgangslage im Abstiegskampf vor Augen führte: „Ihr habt das Tor am Mittwochabend ganz weit aufgestoßen, jetzt müsst ihr die Ruhe bewahren und nur noch durchgehen.“

Doch drängten direkt nach Wiederbeginn zunächst die Gäste auf den Ausgleich und zogen zweimal gefährlich ab. „Die ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn waren bei uns noch etwas wackelig“, erklärte: „Dann aber lief es!“

In der Tat: So vollendete Angelina-Michelle Wunder einen Konter zum 3:1 für den gastgebenden Aufsteiger (58.). Und es kam noch besser aus Sicht der Büppelerinnen, denen nun fast alles gelingen sollte: Nur zwei Minuten später war Torjägerin Kregel wieder zur Stelle und traf zum 4:1 (60.), ehe Müller zunächst an der gegnerischen Torfrau scheiterte, im Nachschuss den Ball aber liegend irgendwie zum 5:1 über die Torlinie bugsierte (66.).

Doch damit war der Torhunger der wie entfesselt aufspielenden Gastgeberinnen noch nicht gestillt. Rückkehrerin Marike Werner traf nach einem langen Zuspiel per Kopf zum 6:1 (81.). Dann düpierte Kregel im SVH-Strafraum gleich mehrere Gegenspielerinnen und machte mit ihrem bereits 17. Saisontreffer (88.) neben dem bemerkenswerten 7:1-Endstand zugleich ihren Dreierpack perfekt.

Nach dem Schlusspfiff wurde an der Hoheluchter Straße ausgiebig und lautstark der endgültige Klassenerhalt gefeiert. Nur zur Erinnerung: Genau vor einer Woche hatten die TuS-Frauen beim Tabellendritten Holstein Kiel mit 1:9 mächtig Schiffbruch erlitten und waren im Kampf um den Klassenerhalt noch mal unter Druck geraten.

„Das ist richtig stark, dass die Mannschaft jetzt aus eigener Kraft dafür gesorgt hat, dass sie absolut safe ist“, freute sich Salomo: „Heute lief einfach alles. Und die Mädels können es selbst noch gar nicht richtig fassen, was sie da geleistet haben.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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